ТОП 10:

Schmutz- und Schundliteratur (f.)



ist eine Literatur, die durch unzüchtige Schilderungen oder detaillierte Darstellungen krimineller Handlungen die Sittlichkeit breiter Volkskreise und besonders der Jugend gefährdet. Zu dieser Literatur gehören vor allem Comic strips (komische Streifen) und kurzweilige Comics, in denen sadistische Grausamkeiten, Gewalttaten und unzüchtige Handlungen dargestellt werden.

 

Schwank (m.)

Kann dramatisch oder episch sein. Im Spätmittelalter war er eine kurze humoristische Verserzählung. Der dramatische Schwank ist ein Spiel von harmloser, seichter Fröhlichkeit und gehört meist zur Vulgär- und Schundliteratur. Der epische Schwank ist eine kurze Volkserzählung, in der die Schwächen und Absonderlichkeiten der Menschen geschildert werden.

 

Sechszeiler (m.)

Darin können sich verschiedene traditionelle Formen vereinigen. Mitunter werden in der Strophe der erste und zweite, vierte und fünfte, dritte und sechste Vers gereimt (aabccb)

 

Sentenz (f.)

Eine Sonderform des Spruchs in kurzer, eindringlicher Formulierung, die zum Nachsinnen anregt. Der Sentenz fehlt das Bildhafte des Sprichwortes, aber sie ist rhythmisch bewegt und metrisch geformt. Beispiele: „Irren ist menschlich“, „Stirb und werde!“, „Erkenne dich selbst!“, „Bedenke das Ende!“

Sentimentalismus (m.)

ist eine Literaturrichtung innerhalb der Aufklärung (Mitte des 18. Jahrhunderts).

 

Sestine (f.)

Diese Art des Sechszeilers ist weit verbreitet. Bei ihr wird ein Vierzeiler mit einem paarweise gereimten Zweizeiler gekoppelt (ababcc).

 

Short Story (f.)

nennt man die englisch-amerikanische Kurzgeschichte. Das ist eine epische Kleinform.

 

Silva (f.)

ist ein Gelegenheitsgedicht.

Skizze (f.)

ist eine beschreibende und berichtende Erzählung gewöhnlich mit didaktischer Problematik. Sie enthält vornehmlich Situationsschilderungen, Dialoge und Abschweifungen. Das Sujet spielt darin geringe Rolle.

 

Sonett (n.)

ist eine lyrische Form. Es ist ein Gedicht aus 14 Zeilen. Zuerst kommen zwei Vierzeilenstrophen. Dann folgen zwei Dreizeilenstrophen. Die erste Strophe enthält die These, die zweite – eine Antithese. In den letzten zwei Strophen findet man die Synthese. Sonett ist eine romanische Form. Sie entstand in Italien in der Renaissance. Die englische Variante des Sonetts besteht aus drei Quartetten und einem Distichon. Das Sonett gehört zu normativen Genres: Metrum, Reim, Strophe sind vorgeschrieben.

 

Spieldrama (n.)

Das Drama hat zwei Leben, es steht im Schnittpunkt von Literatur und Theater. Es wird zunächst durch die Lektüre rezipiert. Es dient als dramatische Grundlage der Aufführung im Theater. Und so verwandelt sich das Drama in ein Spieldrama. Es gibt aber Theaterstücke, die nie Spieldramen wurden, sondern Lesedramen blieben. Als Beispiel kann das philosophische Drama „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing dienen.

 

 

Spondeus (m.)

Versfuß aus zwei langen Silben bei den alten Griechen. In der heutigen, jedenfalls deutschen Versmetrik geht es um zwei betonte Silben in den trochäischen oder jambischen Versen.

 

Stabreim (m.)(im altgermanischen Vers)

bezeichnet man heute als Alliteration ( Gleichklang von Konsonanten im Vers oder Satz im Anlaut der Wörter).

 

Stanze (f.)

bezeichnet man noch als Oktave. Das ist eine Achtzeilenstrophe. In der deutschen Poesie ist jede Zeile der Oktave meist ein jambischer Fünftakter. Weibliche und männliche Versschlüsse wechseln einander ab. Oktaven bilden Zyklen.

 

Strophe (f.)

Ist in der lyrischen Dichtung die Zusammenfassung mehrerer Verse zu einer höheren Ordnungseinheit. Im mehrstrophigen Gedicht ist die erste Strophe meist das Baumuster für die übrigen. Die meisten Strophenformen stammen aus den romanischen Literaturen. Ältere deutsche Strophen sind die Nibelungenstrophe, die Hildebrandstrophe und die dreiteilige Strophe der Minnesänger.

Im syllabo-tonischen Verssystem ist die Vereinigung zwei- und dreisilbiger Versmaße in einem Vers möglich. Diese Möglichkeit realisierten die altgriechischen Lyriker Alkaios, Sappho und Archilochos im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Derartige Gedichte nannte man Logaeder. Sie wurden halb gesprochen und halb gesungen. Die logaedrische Strophe dieser Dichter bekam ihren Namen später nach dem Autor. Und so spricht man von der „sapphischen“, „alkäischen“ oder sogar „horazischen „ Strophe.

In der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts wurden solche gemischten Versmaße sehr häufig verwendet. Man nannte sie „Dolnik“ oder „Pausnik“.

 







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