ТОП 10:

Strophensprung (auch Zeilensprung)



ist eine Form des Enjambements, wobei der Satz nicht mit dem Strophenende abschließt, sondern in die nächste Strophe hinüber greift.

 

Substantivischer Stil (m.)

ist ein Nominalstil. Die Expressionisten bedienten sich dieses Stils mit seinem besonderen Rhythmus. Man soll aber nicht aus den Augen verlieren, dass sich die Expressionisten auch des Verbalstils gerne bedienten.

 

Sufismus (m.)

bedeutet Mystik.

 

Sujet (n.)

Die räumlich-zeitliche Dynamik der Darstellung wird mit dem Terminus „Sujet“ bezeichnet. In der Umgangssprache wird das Sujet oft mit dem Inhalt eines Werkes identifiziert. Diese Ansicht trifft aber nicht das Wesen des Sujets. Die Auffassung vom Sujet als dem Gang der Ereignisse hat in der russischen Literaturwissenschaft eine lange Tradition, die mit dem Buch von A.N. Wesselowski „Poetik des Sujets“ begonnen hatte. Es wurde häufig über die Begriffe „Sujet“ und „Fabel“ diskutiert.

 

Surrealismus (m.)

ist eine Richtung in der Literatur der Moderne des 20. Jahrhunderts (Überwirklichkeitskunst). Den Höhepunkt erreichte die Strömung um 1925. Literarische Hauptvertreter dieser Richtung waren A. Breton, L. Aragon u.a.

In deutschsprachiger Literatur fanden sich die Elemente des Surrealismus bei F. Kafka, A. Döblin, H. Hesse, H. Kasack u.a.

 

Symbol (n.)

einen tieferen Sinn andeutendes Zeichen, Sinnbild; bildhaftes, anschauliches, wirkungsvolles Zeichen für einen Begriff oder Vorgang, oft ohne erkennbaren Zusammenhang mit diesem. Zum Beispiel: die blaue Blume als Symbol der Romantik. In der Stilistik ist das Symbol eine Abart der Metapher.

 

Symbolismus (m.)

war eine französische Literaturströmung um 1890. In Deutschland kam er Mitte der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts auf. Man versuchte (im Gegensatz zum Naturalismus) die Dichtung aus jeder Verbindung mit Gesellschaft und Kultur der Zeit zu lösen.

Die Dichtkunst wies über das Gegenständlich-Gegebene hinaus auf die dahinter liegenden Ideen. Die Sprache strebte nach Musikalität. Inhaltlich stützte sich der Symbolismus auf magisch-mystischen Ästhetizismus (Oskar Wilde).

In Frankreich vertraten diese Kunst Baudelaire, Verlaine. In Deutschland vertraten den Symbolismus Dichter des George-Kreises, Rilke, Hofmannsthal, Dehmel u. a.

 

Synästhesie (f.)

ist eine Abart der Metapher. Sie bezeichnet die Verschmelzung verschiedenartiger (Geruchs-, Gesichts-, Gehörs- und Tast-) Empfindungen, indem die Reizung des einen Sinnesorgans nicht nur die ihm eigene Empfindung, sondern die Mitempfindung eines anderen Sinnesgebietes hervorruft.

 

Synekdoche (f.)

ist eine Abart der Metonymie (Pars pro toto).

 

Tektonik (f.)

bedeutet inneren und äußeren Aufbau des Kunstwerkes. Der äußere Aufbau hat noch den Namen Architektonik.

 

Tendenz (f.) eines Werkes

Die ideelle Interpretation der dargestellten Charaktere durch den Schriftsteller und die aus ihr entspringende ideell-emotionale Wertung in ihrer Einheit sind aktive Seiten des Inhalts eines Werkes, die man zusammen als dessen ideell-emotionale Tendenz bezeichnet.

 

Terzett (n.)

ist die Bezeichnung für die beiden 3-zeiligen Schlussstrophen des Sonetts.

 

Terzine (f.)

ist die italienische Strophenform aus drei jambischen Elfsilbern.

 

Tetralogie (f.)

eine zusammenhängende Folge von vier dramatischen, epischen oder lyrischen Stücken, die in der Anlage selbständig sein können.

 

Thema (n.)

bezeichnet als Begriff eine höhere umfassende Ganzheit, dem sich ein Werk zuordnen lässt. Das einheitliche Thema ist Ausdruck eines alles umgreifenden Überblicks. Im Gegensatz zum Motiv, dem Schema einer konkreten Situation, ist das Thema abstrakt.

 

Thematik (f.)

ist die Gesamtheit der Themen eines Werkes oder des schriftstellerischen Schaffens.

 

Thriller (m.)

ist die englische Bezeichnung des Schauerromans.

 

Tragikomödie (f.)

ein Drama, in dem „tragische“ und „komische“ Züge miteinander verbunden sind. Zum Beispiel Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“.

 

Tragisches

Das Tragische wie das Komische sind zwei Kategorien, die das Wesen der sozialen Widersprüche von verschiedenen Seiten aus widerspiegeln und in stärkstem Gegensatz zueinander stehen, zugleich aber auch in einem elastischen dialektischen Wechselverhältnis.

 

Tragödie (f.)

ein Drama, das von ernsten Auseinandersetzungen entgegengesetzter gesellschaftlicher Kräfte handelt und in dem der Held oder die Helden notwendigerweise untergehen, weil ihre wertvollen Ziele und Absichten im Widerspruch zu objektiven gesellschaftlichen und menschlichen Verhältnissen stehen und deshalb scheitern müssen.

 

Tribrachus (m.)

Bisweilen erweisen sich die dreisilbigen Versfüße als „erleichtert“ (unbetont, ohne jeglichen Akzent). Diese Art des Versfußes im Daktylus nennt man „Tribrachus“.

 

Trilogie (f.)

eine zusammenhängende Folge von drei dramatischen, epischen oderlyrischenStücken, die in der Anlage selbständig sein können.

 

Triolett (n.)

ist ein Gedicht aus Versen mit vierhebigen Jamben mit dem Reimschema abaaabab. Anfangs war es ein scherzhaftes Gedicht im spielerischen Ton, es kann aber auch mit großer Eleganz ernstere Inhalte gestalten.

 

Trochäus (m.)

(auch Choreus) ist ein 2-silbiger Versfuss mit fallendem Rhythmus im Gegensatz zum Jambus, bestehend aus einer betonten und einer nachfolgenden unbetonten Silbe. Kennzeichnend für die trochäischen Verse sind meist ein schneller, eilender Gang, Lebhaftigkeit und Beweglichkeit.

 

Trope (f.), Tropus (m.)

bedeutet in der Stilistik und Rhetorik einen uneigentlichen, bildlichen Ausdruck, d.h. jede Form der Rede, die das Gemeinte nicht direkt durch das eigentliche Wort ausspricht, sondern im Streben nach Ausschmückung und Verlebendigung des Gesagten durch ein Anderes, einen „übertragenen“ Ausdruck wiedergibt.

 

Typisch

sind in einem literarischen Kunstwerk die Figur oder der Charakter, die zugleich sinnlich-konkrete und individuelle sowie repräsentative, stellvertretende Züge aufweisen, in denen sich das Einzelne, das Besondere und das Allgemeine eine Einheit bilden.

 

Umarmender oder umschließender Reim

nennt man eine Reimverbindung, bei der ein Reimpaar von einem anderen umschlossen wird: abba cddc usw.

 

Umschreibung (f.)–Periphrase.

 







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