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Allgemeines zum Begriff der Bedeutungsbeziehungen im lexikalisch-semantischen System



Unter System vershteht man ein Ganzes oder eine Menge von Elementen zwischen denen betimmte Beziehunden bestehen.

Unter dem lexikalisch-semantischen System ist ein Ganzes von Lexemen zu verstehen, die durch paradigmatische Beziehunden zu einer Einheit verknüpft werden. Das lexikalisch-semantische System ist ein offenes System, weil die Lexikeiner Sprache wandelbar ist.

Unter Paradigmatik versteht man die Gesamtheit der Beziehungen der Elemente einer Sprache, die Sprache wird dabei als abstraktes System betrachtet (auf der Ebene der Sprache als System). Zur Paradigmatik ge­hören solche lexikologischen Kategorien wie Polysemie, Synonymie, An­tonymie, Hypo- und Hyperonymie, semantische Felder u. Ä.

Bei der Aktualisierung der Sprachelemente in der Rede, d.h. zwischen Wörtern (Wortformen) in der Wortgruppe, im Satz, im (Kon)text, handelt es sich um syntagmatische Be­ziehungen; ihre Gesamtheit heißt Syntagmatik(auf der Ebene der Rede).

Die Unterscheidung von Paradigmatik und Syntagmatik ergibt sich aus der Theorie von F. de Saussure. Vertikale (paradigmatische) und horizontale (syntagmatische) Beziehungen kann man schematisch wie folgt darstellen:

 


Paradigmatische Beziehungen existieren zwischen den Wörtern der gleichen Wortart.

 

Bei der Beschreibung semantischer Beziehunden der Lexeme im Wortschatz als System unterscheidet man 5 Grundtypen der Beziehunden:

1) Bedeutungsgleichheit (Identität) von 2 lexikalischen Einheiten:

obwohl = obgleich, Beiffall = Applaus, beginnen = anfangen

2) Bedeutungsähnlichkeit (Synonymie im engeren Sinne)

darstellen – schildern, anstrengen – strapazieren, sich anstrengen – sich bemühen

3) Bedeutungsüberordnung und Bedeutungsunterordnung (Hyperonymie und Hyponymie – Synonymie im weiteren Sinne):

Blume: Rose, Nelke, Kamille

4) Bedeutungsgegensatz (Polarität = Antonymie):

alt - jung

5) Unvergleichbarkeit:

Papier – Freude

Paradigmatische Beziehungen

2.1. Hyperonym-hyponymische Beziehungen. Betrachen wir die Bedeutungen der Wörter: Baum – Eiche, Birke, Ahorn. Diese Wörter haben folgende Relation: allgemeines – spezielles oder Gesamtheit – Element. Baum – ist in diesem Fall ein Oberbegriff, ein Hyperonym. Die Bezeichungen von einzelnen Bäumen nennt man Hyponyme. Gleiche Beziehungen haben wir in der fogenden Reihe: Rauchwaren (Pelzwaren) – Hase, Nerz, Zobel, Nutria, Fuchs. Die Bedeutung des Hyporonyms schließt die Bedeutungen von Hyponymen ein. Diese Beziehungen nennt man auch Inklusionsbeziehungen. Die Bedeutungen der Hyponyme können auch Bezeichnungen je eines Teils der Bedeutung des Hyporonyms sein. Diese Beziehung nennt man „Teil von Beziehung“, z. B: Blume: die Wurzel, der Stengel, das Blatt, die Blüte.

A. Der Beziehung der Überordnung—Unterordnung liegt die logische Inklusion (включение) zu Grunde. Man unterscheidet in dieser Hierar­chie den Oberbegriff (Gattungsbegriff — родовое понятие) und die Unterbegriffe (Artbegriffe — видовые понятия). Wörter, die Ober­begriffe bezeichnen, heißen Hyperonyme (z. B. Blume), Unterbegriffe — Hyponyme (Rose, Nelke, Tulpe, Veilchen u.a.).

In der Hierarchie der Begriffe sind die Hyponyme stufenweise inei­nander und in das oberste Hyperonym eingefügt wie die Bestandteile der russischen „ Matrjoschka":

Je tiefer in diesem „Aufbau" ein Wort liegt, desto enger wird sein Begfiffsumfang (seine Extension — объём понятия, экстенсивная), desto reichhaltiger (mehrere Seme enthaltend) ist sein Inhalt (seine Intension — содержание понятия, интенсионал). Inhalt und Umfang des Be­griffs/der Bedeutung stehen im umgekehrt proportionalen Ver­hältnis zueinander: je abstrakter ein Wort, je weiter sein Bedeutungsum­fang, desto weniger Seme gibt es in seinem Inhalt (die allgemeinsten Wörter „Materie, Substanz, Gegenstand"). Und umgekehrt —je enger die Extension, desto mehr Seme in der Intension, vgl.: Lebewesen — Kuh.

Auf Grund verschiedener Merkmale kann ein Lexem auch mehreren Hyperonymen zugeordnet werden:

Die jeweils einem Hyperonym untergeordneten Lexeme nennt man Kohyponyme: Obst—Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen...; Möbel — Tisch, Stuhl, Bett, Schrank, Sessel usw.

B. Bei Körper— Körperteil liegt ein Ganzes-Teil-Verhältnis vor. Die Ele­mente einer solchen Gruppe sind auch stufenweise untergeordnet:

C. Eine dritte Möglichkeit liegt in den Fällen vor: Herde — Kuh, Kalb; Wald — Baum, Gesträuch. Das übergeordnete Lexem wird als Kollektivum (Sammelname) bezeichnet, das Ganze bildet sich aus Elementen.

Synonymische Beziehungen

Als paradigmatische Beziehungen treten synonymische Beziehugen auf. Synonymie ist paradigmatische Beziehung von Bedeutungsgleichheit oder Bedeutungs­ähnlichkeit, die zwischen Synonymen besteht.

Traditionell definiert man Synonyme als sinngleiche oder sinnverwandte Wörter.

Synonyme (griech. – gleichnamig)sind sprachliche Einheiten oder Strukturen, die sich formal unterscheiden, aber ähnliche oder gleiche Bedeutung haben und deshalb im Kern der Bedeutung übereinstimmen.

Die traditionelle Klassifikation von Synonymen, die von V. V. Vinog r a d o v stammt, unterscheidet vollständige (totale, absolute, reine, echte) und unvollständige (partielle) Synonyme. Die sprachlichen Einheiten beziehen sich auf dieselbe Erscheinung der objektiven Realität und können in der gleichen Textumgebung füreinander auftreten. Bei einer solchen Bedeutungsidentität der Lexeme entstehen sogenannte absolute Synonyme: beginnen – anfangen, Beifall – Applaus, Medikament – Arzneimittel, Sprachwissenschaft - Linguistik. Solche Synonyme sind aber für die Sprache keine typische Erscheinung. Für Synonymie ist nicht die Bedeutungsidentität, sondern die Bedeutungsähnlichkeit relevant (wichtig). Zwei Lexeme sind in ihrem Aufbau aus Semen einander ähnlich, d.h. sie gleichen sich hinsichtlich bestimmter wesentlicher Seme und unterscheiden sich nur in sekundären Semen, die semantisch konkretisierend, regional, wertendstilistisch u. a. sein können:

ansehen – anstarren, das Brötchen - die Semmel, die Frau – das Weib.

Dabei enstehen nicht nur die paarigen Beziehungen, sondern oft Glieder einer ganzen Reihung (synonymische Reihe/Gruppe):

weinen – schluchzen (рыдать, всхлипывать, плакать навзрыд) – wimmern (жалобно стонать, хныкать).

Unvollständige (partielle) Synonyme gliedern sich weiter in ideografische (begriffliche) und stilistische.

Betrachten wir die Bedeutungsbeziehungen der Substantive: Lohn - Gehalt - Gage. Sie haben ein gemeinsames Sem – Bezahlung für die geleistete Arbeit.Aber wenn wir über die Bezahlung der Arbeiter sprechen, gebrauchen wir dasSubstantiv der Lohn, wenn – über die Bezahlung der Beamten, Angestellten – das Gehalt, über die Bezahlung der Künstler – die Gage. Ein weiteres differenzierendesSem dieser Wörter ist das Merkmal „regelmäßig“ (monatlich)/” unregelmäßig“ bzw. Einzelleistung. Demnach ist das Merkmal „ regelmäßig“ den Lexemen Lohn – Gehalt eigen und „ nicht regelmäßig“ - dem Lexem Gage.

Таблица 1 – Den Sembestand der Lexeme kann man durch eine Matrix veranschaulichen: S. 25 Stepanowa (Мария Дмитр)

Die Bedeutungsähnlichkeit der Lexeme Lohn-Gehalt-Gage beruht auf semantischer, inhaltlicher Differenzierung, ist also ideographisch, deshalb heißen solche Synonyme ideographische Synonyme.

Solche Bedeutungsbeziehungen können bei einer großen Anzahl der Lexeme festgestellt werden. Dabei entstehen synonymische Reihen oder Gruppen. In der synonymischen Reihe unterscheidet man die Dominante oder dasGrundsynonym. Das ist ein solches Lexem, das begrifflich und stilistisch eine Invariante der anderen Glieder der synonymischen Reihe bildet:

laufen – rennen – fliehen – sausen – rasen – stürmen – eilen.

Betrachten wir die Bedeutungsbeziehungen der Lexeme Gesicht, Antlitz, Visage, Fratze. Diese Lexeme haben folgende gemeinsame Bedeutungselemente:„Gegenständlichkeit“, „zum Körperteil gehörend“, „Vorderseite des Kopfes“. Sieunterscheiden sich aber durch wertende (konnotative) Seme: Antlitz – gehört zurgehobenen dichterischen Sprache, Visage und Fratze sind stilistisch als grobe, saloppe, abwertende Lexeme markiert.Die differenzierende Seme, die wertend konnotativ sind, ergeben stilistischeSynonyme.

Im Deutschen gibt es Lexeme, die sich auf dieselbe Erscheinung der Wirklichkeit beziehen, sich aber regional unterscheiden:

Stulle (norddt., berlinisch) - Bemme (ostmitteldt., sächsisch) (ein belegtes Brot)

Schlachter - Metzger

Samstag – Sonnabend

Diese Bedeutungsbeziehungen werden als territoriale oder regionale Dubletten bezeichnet. Th. Schippan unterscheidet sie von den Synonymen, weil sie außerhalb einund demselben System stehen: die Literatursprache ist ein System, die Mundart – einanderes System.

Man unterscheidet auch gemeinsame und kontextuelle Synonyme. Kontextuelle (kontextuale) Synonyme beziehen sich auf ein und denselben Denotat, sind aber durch den Kontext bedingt. Im sprachlichen System sind sie keine Synonyme: Goethe – der Dichter – der Autor des „Faust“ – der Dichterfürst; Elefant – Rüsseltier – Dickhäuter.

Die Ursachen der Entstehung der Synonyme:

1. Durch den Einfluß des fremden Wortgutes (Entlehnungen):

Anschrift – Adresse, Briefumschlag – Kuvert, Fahrkarte – Ticket, Arbeit – Job;

2. Durch den Einfluß der Wortbildung:

das Bild – das Bildnis, der Lauf – das Laufen;

3. Durch die Beeinflussung der Mundarten:

Kartoffeln – Erdäpfel;

4. Durch euphemistische Umschreibungen:

schwanger sein – guter Hoffnung sein

sterben – einschlafen – einschlummern.

Funktionen der Synonyme:

  • Sie dienen zur Variation des sprachlichen Ausdrucks, zur Ausdrucksverstärkung;
  • Sie geben eine zusätzliche Information, indem sie das Gesagte konkretisieren;
  • Sie drücken eine subjektive Bewertung aus, die die Einstellung des Sprechers zum Gegenstand der Rede offenbart.

 

Antonymische Beziehungen

Antonyme sind Wörter mit Gegenbedeutung (griech. – Gegenname): weiß – schwarz; Tag – Nacht.

Die wichtigste Voraussetzung der Antonymie ist das Vorhandensein eines gemeinsamen semantischen Kerns, auf dessen Basis die Polarität entsteht:

Tag - Nacht; Sommer - winter; früh – spät – Zeit

weiß - schwarz; hell - dunkel – Farbe

sprechen - schweigen; redsam - wortkarg – Sprechtätigkeit

Antonymie ist nur bei Spracheinheiten gleicher Wortart denkbar.

Es gibt 3 Klassifikationen der Antonyme.

Nach dem Umfang der Bedeutungen unterscheidet man totale und partielle Antonyme. Totale A.: ewig – zeitlich. Alle Sememe stehen einander gegenüber. Partielle A: 1. trockener Sommer (Kleid, Füße) – nasser Sommer; 2.trockener Vortrag. Nur eine oder einige Bedeutungen sind gegenübergestellt.

Nach der Art des logischen Gegensatzes unterscheidet man:

a) Kontradiktorische Antonyme. In diesem Fall handelt es sich um einen strengen Gegensatz, um eine logische Negation des gegensätzlichen Begriffs, um logische Gegenüberstellung zweier Begriffe:

Armut – Reichtum, Liebe – Hass, jeder – keiner; heiß – kalt, groß - klein.

In der Mitte liegen die Begriffe: Wohlstand, Gleichgültigkeit, mancher, warm, mittelgroß.

b) Konträre Antonyme. Es geht um 2 Begriffe, die innerhalb eines bestimmten Bewertungssystems als Artbegriffe existieren. Sie schließen einander unter einem

gemeinsamen Gattungsbegriff aus, stellen aber beide positive Gegebenheiten dar:

Maximum – (Menge) – Minimum, nehmen – geben; fragen – antworten; reden – schweigen; kommen – gehen.

c) komplementäre Antonyme. Bei diesen Antonymen setzt die Negation eines Begriffs die Behauptung des anderes Begriffs voraus:

männlich – weiblich; ledig – verheiratet, lebendig – tot, Muttersprache - Fremdsprache.

Die morphologische Klassifikation der Ant. Man unterscheidet lexikalische (verschiedenwurzlige) Antonyme, die von verschiedenen Stämmen gebildet werden (Frühling – Herbst, Sonne – Mond) und wortbildende (gleichwurzlige) Antonyme, die von gleichen Stämmen gebildet werden (schön – unschön; glücklich – unglücklich).

Die Antonymie ist weniger entwickelt als die Synonymie. Die Möglichkeit der Antonymie ist stark gebunden an das Vorhandensein der qualitativen Merkmale, deshalb ist sie in erster Linie bei Adjektiven und mit ihnen in Relation stehenden Substantiven und Verben stark entwickelt.

arm – reich, Armunt – Reichtum, sich verarmen – sich bereichern, hell – dunkel

die Helle – die Dunkelheit, hell werden – dunkeln.

 





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