Die Arten der Wortverbindung im Deutschen



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Die Arten der Wortverbindung im Deutschen



 

Im Satz und in der Wortgruppe treten die Wörter in bestimmte grammatische Beziehungen zueinander Man unterscheidet drei Arten solcher Beziehungen: 1) die Kongruenz (Übereinstimmung), 2) die Rektion und 3) die Anschließung.

Bei der Kongruenznimmt das abhängige Wort die grammatischen Formen des Beziehungswortes an. Das attributive Adjektiv (Partizip, Pronomen, Numerale) stimmt mit dem Substantiv in Kasus, Zahl und Geschlecht (letzteres nur im Singular) überein: ein (mein) neues Buch, ein gelungener Versuch, drei neue Bücher, die vierte Stunde usw.

 

Eine ganz besondere Art der Kongruenz stellt die Übereinstimmung in Person und Zahl zwischen dem Subjekt und Prädikat eines Satzes dar. In diesem Fall kann man weder von einem Beziehungswort, noch von einem abhängigen Wort sprechen. Die Abhängigkeit des Prädikats vom Subjekt ist eine rein grammatische: das Prädikat ist als eines der beiden Hauptglieder des Satzes dem Subjekt an Bedeutung und Wert ebenbürtig. Es kommt auch vor, daß das Prädikat sich in seiner Form mehr nach dem Sinn des Subjekts richtet als nach dessen grammatischer Form, namentlich, was die Zahl anbelangt.Heute fehlen eine gute Anzahl Kameraden... (A. Zweig)

Bei der Rektion fordert das Beziehungswort eine bestimmte Kasusform des abhängigen Wortes. Die Rektion geschieht entweder unmittelbar oder mittels einer Präposition. Durch die Rektion kann das abhängige Wort mit einem Verb, einem Substantiv oder einem Adjektiv verbunden werden. Als abhängiges Wort tritt meist ein Substantiv oder ein Pronomen, zuweilen ein Adjektiv auf (auch andere Wortarten im Falle ihrer Substantivierung).

 

Frieda starrte bewundernd das Bild an. (W. Bredel)

 

Durch Anschließung werden ein unflektierbares Wort (allein oder als Kernwort einer Wortgruppe) sowie eine präpositionale Wendung mit einer Wortart verbunden, mit der sie eine Wortgruppe bilden können. Bei der Anschließung wird die Abhängigkeit eines Wortes nur durch seine Stellung neben oder in der Nähe des Beziehungswortes gekennzeichnet.

 

Durch Anschließungverbindet man meist:

 

1. ein Adverb mit einem Verb, einem Substantiv oder substantivischen Pronomen, einem Adjektiv, einem Partizip I oder II, einem anderen Adverb: lange schlafen; das Fenster rechts; ein sehr ausführlicher Brief; laut singend; ein gut geschriebener Aufsatz; sehr laut usw.;

 

2. eine präpositionale Wendung mit einem Verb, Substantiv, Adjektiv, Partizip, Pronomen, Numerale: in den Wald gehen, zum Andenken schenken, die Werke von Heine, die Blumen in der Vase, rot vor Scham, durch die Straße gehend, mit Sorgfalt ausgeführt, keiner von den Schülern, zwei an der Grenze;

 

 

  1. Begriff der Wortarten. Ausgliederung der Wortarten

2.1.Begriff der Wortarten

Wortarten (auch Redeteile) ist Ergebnis der Klassifizierung der Wörter einer Sprache nach Form- und Bedeutungsmerkmalen. Solche Klassifizierungsversuche reichen bis in die Antike zurück. Wegen der uneinheitlichen Gliederungsaspekte schwankt die Zahl der Wortklassen bei den verschiedenen Grammatikern zwischen zwei und fünfzehn. Heutige Klassifizierungsversuche gründen sich weitgehend auf die durch den Grammatiker Dionysios Trach (1. Jh. v. Chr.) entworfene Lehre von den acht Wortarten, nämlich Nomen, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen, Präposition, Adverb und Konjunktion.

Die Kategorie der Wortart ist ein grundlegender Begriff für die gesamte Grammatik. Sie ordnet den Wortschatz in Wortklassen (Substantive, Adjektive, Verben usw.) und ermöglicht somit die Beschreibung seines Funktionierens beim Sprechen.

Wortarten sind also Wortklassen, worin die Grammatik den Wortschatz einer Sprache gliedert. Die Zugehörigkeit des Wortes zu einer bestimmten Wortart wird durch den Charakter seines Funktionierens in der Sprache bestimmt.

Das Funktionieren des Wortes in der Sprache hängt von folgenden aufeinander abgestimmten Momenten ab:

a) von der Allgemeinbedeutung des Wortes (Bedeutungsweise nach H e m p e Ig; inhaltliche Prägung nach B r i n k m a n Ui, 212);

b) von dem syntaktischen Fugungswert (d.h. syntaktische Verwendungsmöglichkeiten des Wortes, seine syntaktische Funktion),

c) von der morphologischen Prägung des Wortes: Abwändelbarkeit-Unabwandelbarkeit; Charakter der Abwandlung der Flexibilia und die ihnen anhaftenden grammatischen Kategorien.

Unter Allgemeinbedeutung der Wörter versteht man gewöhnlich in der zeitgenössischen Sprachwissenschaft jenen letzten gemeinsamenl „semantischen Nenner“, auf den sich alle denkbaren Wörter der betreffenden Wortklasse bringen lassen, wenn man von ihrer individuellen Eigenbedeutung absieht. So läßt sich die Allgemeinbedeutung der Substantive als „Dingbedeutung" auffassen, wenn man unter „Ding" alles versteht, was als selbständig existierend, d.i. „gegenständlich" gedacht werden kann. Das Adjektiv ist eine Wortart, die zur Bezeichnung von Eigenschaften, Beschaffenheiten und Relationen dient, welche, zum Unterschied vom Substantiv, nicht als selbständig existierend gedacht werden können. Als Allgemeinbedeutung des Verbs gelten gewöhnlich die „Tätigkeit" und der „Zustand“ einer Person oder eines Gegenstandes oder, allgemeiner ausgedrückt, die Prozessualität, der Vorgang,

Der syntaktische Fügungswert oder die syntaktische Distribution der Wörter findet ihren Ausdruck darin, daß für jede Klasse von Wörtern eine bestimmte Summe von Umgebungen in der syntaktischen Struktur der Wortgruppe oder des Satzes charakteristisch ist. Einige Wortarten erscheinen immer in e i n e r syntaktischen Stelling: das finite Verb als Prädikat, die Präposition in Verbindung mit inem Substantiv oder Pronomen im obliquen Kasus (nach Hause, m ns, mit Freude), die unterordnende Konjunktion an der Spitze eines iliedsatzes. Andere Wortarten erscheinen in mehreren syntaktischen Umgebungen: so kann zum Beispiel das Substantiv in verschiedenen Kasusformen Subjekt, Objekt, Attribut, Adverbiale und Prädikativ sein.

Die morphologische Prägung des Wortes ist auf seinen syntaktischen Fügungswert völlig abgestimmt. Das Verb, das im Satze die Rolle des Prädikats erfüllt und somit nach dem Ausdruck von H. Glinz „den Bau es ganzen Satzes leitet", kongruiert mit dem Subjekt des Satzes in Person und Numerus, drückt den Zeitbezug und die Modalität der gesamten Aussage aus, nimmt je nach dem Charakter des Subjekts die Form des ktiven oder des passiven Genus verbi an, wird also auf eine besondere, nur dieser Wortart eigene und auf seine syntaktische Rolle abgestimmte Art abgewandelt. Das Substantiv genügt seinen mannigfaltigen Verwendungsweisen vor allem dank seinem Kasussystem.



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