Synthetische und analytische Wortformen



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Synthetische und analytische Wortformen



Wortformen, die mittels Morpheme und Vokalwechsel gebildet werden, heißen synthetische Formen. So sind Präsens, Präteritum, Partizip l und 2. Wortformen, an deren Bildung ein Hilfswort teilnimmt, heißen analytische Formen. Sie bestehen aus zwei oder drei Wörtern. So sind Futur, Perfekt, Plusquamperfekt, Passiv, Infinitiv 2, Konditionalis

Suppletive Formen

In Ausnahmefällen werden die Formen eines Wortes von verschiedenen Wurzeln gebildet. Man nennt sie suppletive Wortformen. Dies sind die Formen des Verbs sein: ich bin, wir sind, ich war; vgl.: ecTb — ßbi^i; Personalpronomen: ich — mich, ich — wir, dueuch; vgl.: ^ — mchh,

Mbl.

Steigerungsstufen einiger Adjektive und Adverbien: gutbesser, vielmehr;

 

Der Fachausdruck grammatische Kategorie wird auf verschiedene Weise gedeutet. Bei V. Winogradow wird der Begriff der grammatischen Kategorie sehr weit umrissen: darunter wird jede Verbindung eines äußeren formalen Merkmals mit irgendeiner grammatischen Bedeutung verstanden, also ungefähr dasseble, was man unter der grammatischen Form versteht. Anderseits versucht man, diesen Begriff etwas enger zu bestimmen, indem man ihn nur zur Bezeichnung ganzer Formreihen, Formsysteme verwendet, also z. B. nicht von der Kategorie des Nominativs oder eines anderen Kasus, sondern nur von der Kategorie des Kasus im allgemeinen spricht. Doch messen wir dieser terminologischen Berichtigung keinen allzugroßen Wert bei, da man sich sehr leicht grammatische Kategorien verschiedenen Grades vorstellen kann und im praktischen Sprachgebrauch der Kontext die richtige Auffassung des betreffenden F'achausdrucks in der Regel sicherstellt. Es wäre auch zu erwägen, daß bei der Wahl zwischen den synonymisch gebrauchten Termini „die grammatische Form" und „die grammatische Kategorie" der letztere einen Vorrang haben sollte, weil das Wort „die F'orm" im sprachwissenschaftlichen Gebrauch besonders vieldeutig ist.

Viel wichtiger ist eine andere Unterscheidung, und zwar zwischen den verschiedenen Arten der grammatischen Kategorien. Besonders schwerwiegend ist dabei die von A. M. Peschkowski eingeführte Gegenüberstellung der objektiven und subjektiv-objektiven Kategorien. Die objektiven Kategorien bringen in verallgemeinerter und abstrahierter Form die sich im menschlichen Bewußtsein widerspiegelnden Sachverhalte der objektiven Wirklichkeit zum Ausdruck (z. B. Akkusativ als Bezeichnung des Objekts der Handlung, die Kategorie der Zahl). Wir bezeichnen diese Kategorien als logisch-grammatische. Ihnen steilen die Kategorien gegenüber, welche mit dem Prozeß der Sprachkommunikation verbunden sind und ihn aufzubauen helfen (z. B. die grammatischen Kategorien der Person, der Zeit, des Modus). A. M. Peschkowski gibt diesen Kategorien die Benennung s u bj e k t i v-o bjektiv, weil man ihre Bedeutung nur vom Standpunkte des redenden Subjekts aus verstehen kann (so ist die erste Person der Redende selbst, die zweite Person ist sein Redepartner, zur dritten Person gehören alle übrigen Lebewesen und Dinge; der Unterschied zwischen den Modi beruht im wesentlichen darauf, wie der Redende die Realität der Aussage einschätzt). Wir möchten hier aber einen anderen Terminus gebrauchen, und zwar den Terminus k o m m u n i k a t i v-g r a m m at i sc h e K atego r i e n, da in einigen Fällen nicht die Einstellung des Redenden selbst, sondern die allgemeinen Bedingungen des Redeaktes ihr Wesen bestimmen. So wird die grammatische Zeit von dem Zeitpunkt des Redeaktes aus als einer Koordinatenachse abgezählt.

Das Wort logisch (in dem Ausdruck logisch-grammatische Kategorien) gebrauchen wir in dem besonderen Sinne, der ihm. sehr o'ft. in der Sprachwissenschaft zugelegt wird. Wir verstehen darunter die verallgemeinerten Erscheinungen und Sachverhalte der objektiven Welt, wie sie sich im menschlichen Denken widerspiegeln und in der Sprache zum Ausdruck kommen. (Vgl. solche Ausdrücke wie das logische Subjekt, um den Urheber einer Tätigkeit (das „Agens") zu bezeichnen.)

Die beiden (logisch-grammatischen und kommunikativ-grammatischen) Arten von Kategorien sind gewiß nicht immer scharf voneinander geschieden und haben sehr viele gemeinsame Züge. Die logisch-graminatischen Kategorien spielen eine wichtige Rolle beim strukturellen Aufhau der Rede und helfen damit, den ungehemmten Ablauf des Redeprozesses zuwege zu bringen. Die kommunikativ-grammatischen Kategorien drücken dagegen immer auch irgendwelche logische, d. h. in der objektiven Welt existierende objektive Inhalte und Sachverhalte aus — schon deswegen, weil die Einstellung des Redenden der Aussage gegenüber und die Bedingungen des Redeaktes selbst objektive Gegebenheiten sind, gewisse notwendige und typische, sozial begründete Erscheinungsformen.

Wenn man das Wesen der grammatischen Kategorie in der Verbindung einer grammatischen Form mit einer grammatischen Funktion erblickt, so wird es möglich, noch eine besondere Abart der Kategorien zu konstatieren — die strukturell-grammatischen, welche der formalen Organisierung der Redeeinheiten dienen (z. B. die Rahmenkonstruktion als ein Mittel zur Zusammenschweißung des Satzes).

  1. Methoden der grammatischen Analyse.

Die Methode bedeutet den Weg, wie man zu einem angestrebten Ziel gelangen kann. Unter

Forschungsmethode versteht man das System von wissenschaftlichen und technischen Verfahren, die eine wissenschaftliche Hypothese bestätigen oder nicht bestätigen. Man verwendet in der Grammatik verschiedene Forschungsmethoden: beschreibende Methode, vergleichende, statistische, Oppositionsanalyse, Distributionsanalyse, Transformationsmethode u a.

Die Oppositionsanalyse wurde von der Prager Schule speziell für die Phonologie ausgearbeitet. Das Prinzip der Opposion wird auch bei morphologischen Analysen verwendet (binäre Oppositionen innerhalb der Kasussystem, die Oppositionsverhältnisse im Tempussystem, die Oppositionsverhältnisse im Mikroparadigma des Konjunktivs).

Distributionsanalyse - Analyse und Beschreibung sprachlicher Äußerungen hinsichtlich des Vorkommens einzelner Elemente (Laute, Wörter) in Relation zum Vorkommen anderer (vergleichbarer) Elemente. Distributionsanalyse dient dem Nachweis Syntagmatischer und Paradigmatischer Beziehungen zwischen sprachlichen Elementen.

Transformationelle Analyse -von Z. S. harris [1952] begründetes syntaktisches Analyseverfahren, das auf den oberflächenstrukturellen Äquivalenz bzw. Paraphrasebeziehungen zwischen sprachlichen Ausdrücken beruht. Um komplexe Ausdrücke vergleichbar zu machen, werden sie in einfache Ausdrücke iransformiert, z.B. Ph ilips täglich ge tragenes Hemd; das Hemd, das Philip je den Tag gelragen hat. Solche Umformungen unterliegen ge wissen Beschränkungen; so dür fen keine sinnverändernden le xikalischen Morpheme verwer det werden, und der transfol mierte Ausdruck muß für de urspr. Ausdruck subslituierbi sein.

 

VORLESUNG 2. MORPHOLOGIE. WORTARTEN.

 

  1. Gegenstand der Morphologie.
  2. Begriff der Wortarten. Ausgliederung der Wortarten.
  3. Funktionale Transposition der Wortarten.

 

  1. Gegenstand der Morphologie.

Grundlage für die Gliederung der Grammatik in der modernen Sprachwissenschaft wurden die Gegenüberstellung von Wort und Satz als zwei Grundeinheiten der Sprache und die Behandlung Jeder von diesen Einheiten unter dem Gesichtspunkt von Gestalt, Gehalt und Funktionieren in ihrer innigen Verquickung.

Gegenstand, der Morphologie ist nach dieser Neugliederung das Wort mit allen seinen grammatischen Eigenschaften. Gegenstand der Syntax sind Wortgruppe und Satz (heute auch Text). In den Bereich der Morphologie gehören:

l. die Lehre von den Wortarten, ihrer Gliederung und ihren grammatischen Eigenschaften,

2. Die Paradigmatik der Wortarten (die Lehre vom Formensystem flektierender Wortarten);

3. die Lehre von den grammatischen Kategorien flektierender Wortarien.

Die Grenzen der Morphologie und ihre Stellung zu den anderen Teilgebieten der Sprachwissenschaft bleiben aber auch heute ein Problem. Es besteht einerseits die Tendenz, die oben skizzierten wenzen der Morphologie zu erweitern; andererseits gibt es auch die entgegengerichtete Tendenz, der Morphologie eine selbständige Bedeutung abzusprechen und sie in der Syntax aufzulösen.

Die erste Tendenz findet ihren Ausdruck am häufigsten darin, daß der Morphologie die Wortbildungslehre eingegliedert wird, was vor allem einige Grammatiken sowjetischer Sprachforscher kennzeichnet. Anlaß für die Verknüpfung von Morphologie und Wortbildungslehre ist vor allem die bekannte Tatsache, daß jede Wortart durch einen eigenen Kreis von Wortbildungsmodellen gekennzeichnet wird. Auch gibt es in jeder Sprache Berührungspunkte zwischen Formenbildung und Wortbildung (vgl. ge-lern-t zu lernen und ge-blüm-t zu Blume). Doch erklärt sich das dadurch, daß die Wortarten vor allem Klassen vonwörtern sind. Sie besitzen daher sowohl gemeinsame grammatikalische als auch lexikalische Eigenschaften und müssen unter verschiedenen Gesichtspunkten von verschiedenen linguistischen Teildisziplinen erforscht werden. Daß jede Wortart einen eigenen Kreis von Wortbildungsmodellen besitzt, gehört zu den lexikalischen Eigenschaften der betreffenden Wortart, da es sich bei den Wortbildungsprozessen um die Bildung neuer lexikalischer Einheiten handelt, um die Bildung von Wörtern mit verschiedener lexikalischer Bedeutung (vgl. nehmen—abnehmen; Blume— geblümt). Die Wortbildungslehre kann entweder als selbständiges Teilgebiet der Wortforschung gelten, oder man muß sie, wenn sie einem weiteren Fachgebiet eingegliedert werden soll, als einen Teil der Wortkunde betrachten.

Noch weiter gehen einige deutsche Sprachforscher, die im Rahmen der Grammatik nicht nur die grammatischen Eigenschaften des Wortes darstellen, sondern auch den phonematischen Bau des Wortes, Ja manchmal die gesamte „Lautlehre" sowie die Wortbildungslehre mitbehandeln und die lexikalische Charakteristik des Wortbestandes nach den Wortarten einschließlich der Theorie des Wortfeldes geben, so daß die Morphologie zur allgemeinen Wortlehre emporwächst (vgl. vor allem Erben; G r e b e).

Für die strukturelle Grammatik ist die Aufhebung der Grenze zwischen Morphologie und Syntax und die Auflösung der ersteren in der Syntax typisch. Vgl. vor allem H. Glinzi,Die innere Form des Deutschen" sowie seine „Deutsche Syntax" und die „Grundbegriffe und Methoden inhaltbezogener Text- und Sprachanalyse". Dies hängt mit dem Bestreben zusammen, ein neues Darstellungsschema für den grammatischen Bau der Sprache auszuarbeiten. Ausgangspunkt der gesamten Darstellung ist dabei der Satz, der zuerst selbst aus einem größeren Stück zusammenhängender Rede (einem Text) abgegrenzt und dann in einzelne Satzelemente (Glieder) gegliedert wird. Erst aus der Analyse von Stellung und Form einzelner Glieder des Satzes, aus dem experimentierenden Verschieben und Ersetzen der Wörter im Satz werden alsdann die Abgrenzung der Wortarten und ihre weitere grammatische Charakteristik abgeleitet (G l in z; für das Englische F r i e s).

Die Wortgruppen

 

Ein Satz setzt sich aus Wörtern und Wortgruppen zusammen. Unter einer Wortgruppe versteht man zwei oder mehr Begriffswörter, die inhaltlich und grammatisch miteinander eng verknüpft sind: ein großes Haus, schnell sprechen, das Mädchen aus der Fremde, reich an Bodenschätzen, Vater und Mutter u. a. m.

 

Von den Wortgruppen ist die Verbindung von zwei oder mehr Wörtern zu unterscheiden, in der nur ein Wort selbständige Bedeutung aufweist: auf dem Tisch, habe gelesen, wird geschrieben werden u. a.

 

Die Wortgruppen werden eingeteilt in beigeordnete (kopulative, lockere) und untergeordnete (enge).

 

Die beigeordneten Wortgruppen bestehen aus zwei und mehr syntaktisch gleichwertigen Wörtern meist derselben Wortart, die mittels beiordnender Konjunktionen miteinander verknüpft werden: Vater, und Mutter, gesund und munter, zu Wasser und zu Lande, daheim und in der Fremde, laut oder leise u. a. Die Zahl der Wörter in einer beigeordneten Wortgruppe ist durch nichts begrenzt: weder Hut, noch Mantel, noch Überschuhe.

 

Im Satz treten die Bestandteile einer beigeordneten Wortgruppe als gleichartige Satzglieder auf.

 

Man hörte weder das Knarren einer Türe noch einen Schritt. (B. Kellermann)

 



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