Das pragmatisch–funktionale Konzept



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Das pragmatisch–funktionale Konzept



DiePragmalinguistik betrachtet Sprache nicht als System von Formen, sondern als Aspekt menschlichen Handelns. Diese Richtung besagt, dass die Menschen etwas mit der Sprache tun und machen können. Anhand dieser Grundlage entwickelt sich das pragmatisch funktionale Konzept. Das pragmatisch-funktionale Konzept wird als die erste Phase der kommunikativen Methode bezeichnet. Dieses Konzept befasst sich mit dem Erwerb der Sprechfertigkeit.

Ziel dieses Konzepts ist die Anwendung des Gelernten auf Kommunikationssituationen des Alltags.

Das Hauptmerkmal des Unterrichts ist die Veränderung der Lehrstoffprogression. Diese Methode beschäftigt sich nicht mit Lehren der Grammatik vom Einfachen zum Schwierigen, sondern mit dem Sprachgebrauch im Alltag. Die Grammatik hängt von der Kommunikationssituation ab und wird als Mitteilungsgrammatik bezeichnet.

Als Folge sollen die Themenschwerpunkte verändert werden. Die Themen sollen dem Schüllerinteresse angepasst werden. Der Schüler beginnt deswegen aktiv zu sein.

Das Lesen präsentiert sich bei dieser Methode auch als sehr wichtiger Aspekt in der Alltagskommunikation. Das Lesen ist hier Übung für das Verständnis von Alltagstexten.

Die Übungsformen haben bei dieser Methode eine neue Gestalt. Sie sollen die Realität annähern und mit dem Sprachegebrauch verbunden werden.

Darüber hinaus werden weiter die Sozialformen verändert. Der Frontalunterricht als eine Sozialform wird ausgeklammert, stattdessen treten andere Sozialformen in den Vordergrund, die die Kommunikation des Lerners fördern. Aus diesem Grund ist der Lerner aktiv, und der Lehrer gilt als Helfer im Lernprozess. Die Muttersprache wird nicht ausgeklammert, sondern sparsam verwendet. Die Lerner sollen die Sprache als Mittel in Dialogszenen oder Alltagssituationen gebrauchen – die Schüler spielen diese Kommunikationsszenen zu zweit, zu dritt oder zu viert nach, d.h. Partnerarbeit oder Gruppenarbeit.

Da jede Methode in Bezug auf Fremdsprachenvermittlung ihre positiven und negativen Seiten hat, müssen auch Kritikpunkte bei dem pragmatisch funktionalen Konzept in Acht genommen werden: Dieses Konzept betont die Mündigkeit und die Sprachverwendung. Es vernachlässigt andererseits die Schreibfertigkeit. Die Grundlage bei dieser Methode ist die Kommunikation in den Alltagssituationen und Alltagsthemen, d.h. indirekte Realitätsnähe, aber es gibt keine direkte Beziehung zu den Zielsprachenländern, d.h. die Vernachlässigung der Kultur. Im pragmatisch-funktionalen Konzept wird die Kultur als Sachinformation dargestellt. Es gibt auch absolute Ausklammerung der wertvollen literarischen Texte. Diese Methode stellt Sprechen und Lesen an die erste Stelle. Schreiben hat hier gar keine Rolle.

2.Das pragmatisch–funktionale Konzeptbeim Erlernen der 2. Fremdsprache.

Beim Erlernen der 2.Fremdsprache wird man mit einer neuen Lautsprache konfrontiert. Die Fähigkeiten, lautsprachliche Zeichen zu verstehen und selbst zu erzeugen, sind eng miteinander verbunden. Jede Sprache hat ihre eigenen Artikulationsmerkmale. Der fremdsprachige Lerner muss lernen, die Sprechbewegungsabläufe neu zu koordinieren und neue hinzulernen. Er muss sich auch neue Hörgewohnheiten aneignen, weil er Laute und Lautverbindungen durch den phonetischen „Filter“ seiner ersten Fremd- und Muttersprache wahrnimmt. Eine nahezu perfekte, normgerechte Aussprache muss keineswegs das Ziel des 2.Fremdsprachenunterrichts sein. Unter dem Gesichtspunkt der kommunikativen Kompetenz genügt es durchaus, wenn die Aussprache des Lerners ungefähr den Normen der Zielsprache entspricht. Die Aussprache muss verständlich sein und darf den Kommunikationspartner nicht dazu zwingen, sich übermäßig darauf zu konzentrieren. Sonst würde seine Aufmerksamkeit vom Inhalt des Gesagten abgelenkt und damit die Kommunikation nachhaltig gestört. Die Aussprache des Lerners soll möglichst der eines Muttersprachlers gleichkommen. Man muss sich am Phonem orientieren. Durch die Ausspracheschulung lernt man das korrekte Sprechen. Eine Voraussetzung für korrektes Sprechen ist das korrekte Hören. Nur das, was man richtig gehört hat, kann man auch korrekt wiedergeben. Hörübungen sind daher notwendige Bestandteile jeder Ausspracheschulung. Bei der Ausspracheschulung lernt man Laute. Laute sind nur ein Teil des Sprechens. Eine wichtige Rolle spielen die Intonation (das Auf und Ab der Tonhöhe), die Akzentuierung (das Stärker- und Schwächerwerden des Tondrucks), die Rhythmik (die langsamere oder schnellere Folge der Silben).

Die Aussprache lernt man vor allem durch Imitation. Imitation ist wichtig, garantiert aber nicht den Erfolg, ebensowenig wie dies Informationen über das Artikulationsgeschehen tun. Ein wesentliches Problem ist das fehlerhafte Hören, denn der Lerner neigt dazu, fremdsprachige Laute mit muttersprachigen zu identifizieren. Deshalb muss der Ausspracheschulung eine Schulung im unterscheidenden Hören vorangestellt werden. Das Laut- und Intonationssystem der 2.Fremdsprache wird am Beispiel von Wörtern, Wortgruppen, Sätzen und dem ganzen Text behandelt. Es wird normgemäß dargeboten durch den Lehrer oder vom Tonband.

Es gibt keine feste Reihenfolge für die Behandlung der Erscheinungen der Lautsprache. Man wird zuerst Lauterscheinungen und Intonationsmuster nehmen, die auch in der Muttersprache des Lerners vorkommen, danach solche, die nicht vorhanden sind und neu aufgebaut werden müssen.

Der Wortschatz umfasst die Gesamtheit der Wörter einer Sprache (das Deutsche hat 300 000 bis 500 000). Dem Lerner müssen drei Komponenten eines jeden Wortes vermittelt werden: seine Aussprache, seine Orthographie, seine Bedeutung. Alle drei sollten zusammen angeboten werden. Im Tertiärsprachenunterricht ist es am günstigsten, wenn kurz hintereinander das Wort gehört, gesprochen, gelesen und geschrieben wird. Vor allem sollte man pro Unterrichtsstunde nicht mehr als 8 – 12 neue Wörter einführen. Ein neues und unbekanntes Wort sollte immer nur in der Bedeutung erklärt werden, die es im vorliegenden Kontext hat, denn nur im Kontext ist die Bedeutung eines Wortes eindeutig zu erschließen. Man kann neue Wörter vor der Behandlung des Textes einführen oder aber während der Arbeit am Text. Die neuen Wörter werden dabei innerhalb eines kleines Gesprächs oder eines schriftlichen Einführungstextes miteinander in Beziehung gesetzt. Dadurch werden Assoziationen gestiftet, die das Behalten erleichtern. Dieser Einführungtext sollte nicht zu lang sein und die neuen Wörter anschaulich und eindeutig erklären. Alle anderen Wörter müssen dem Lerner bekannt sein. Die neuen Wörter im Einführungstext müssen die gleiche Bedeutung haben, wie im Lektionstext. Neue Wörter können auch in Form eines advance organize erklärt werden.

Dabei werden alle Assoziationen, die den Lernern zu einem Thema einfallen in Stichwörtern an der Tafel gesammelt und zu Themenbereichen sog. Assoziationenbündeln, geordnet. Man kann alle unbekannten Wörter in einem Einführungstext einführen. Die anderen neuen Wörter kann man bei der Arbeit am Text erschließen.

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Тема лекции 4: Das Unterrichtsmodell beim Erlernen der 2. Fremdsprache. Interkulturelles Konzept.

Тезисы лекции

Interkulturelles Konzept

Das interkulturelle Konzept lässt sich am deutlichsten dort entwickeln, wo man eine ausgeprägte geographische, kulturräumliche Distanz und anders geartete gesellschaftliche Verhältnisse im Vergleich zu den Zielländern vorfindet. Im Unterricht versteht man unter Grammatik den Lehr– und Lernstoff, den die Schüler beherrschen müssen, um richtige Sätze bilden, verstehen und miteinander verknüpfen zu können. Die grammatischen Kenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für die Beherrschung einer Sprache. Sie werden in enger Verbindung mit dem sprachlichen Können erworben. Grammatische Kenntnisse sollen den Schüler dazu befähigen, sich korrekt in der FS auszudrücken. Bei der Knappheit der dem FSU zur Verfügung stehenden Zeit ist es meist nötig, aus der Gesamtheit des grammatischen Stoffs einen begrenzten Ausschnitt auszuwählen, der vermittelt werden soll, ein sogenanntes „grammatisches Minimum“. Ein bestimmtes Minimum an grammatischen Kenntnissen ist unbedingt notwendig, um überhaupt einen korrekten Satz bilden zu können. Kontrastive Beschreibungen sind eine Hilfe für die Darstellung des Grammatikstoffes. Sie zeigen Ähnlichkeiten, Gegensätze, Gleichheiten und verweisen auf mögliche Fehlerquellen. Man kann den neuen Grammatikstoff in einem Text aufbereiten, z.B. in einem Ausgangstext, um eine neue grammatische Form einzuführen:

Martin hat heute Geburtstag.

Seine Eltern gratulieren ihm zum Geburtstag.

Sie schenken ihm ein Fahrrad.

Es gefällt ihm gut.

Er zeigt esgleich seinen Freunden.

Auch zur Festigung, Wiederholung und Systematisierung grammatischer Kenntnisse werden Texte eingesetzt.

Zur Aufbereitung dienen auch Modelle und/oder Satzmuster. So kann man die einfache Wortstellung im Hauptsatz durch das Modell Subjekt – Prädikat - Objekt ausdrücken und durch das Satzmuster: „Er kauft ein Buch“ illustrieren. Modelle und Mustersätze dienen dem Erfassen auf logischem Weg und der Analogiebildung. Damit der Lerner seine grammatischen Kenntnisse nicht wieder vergisst, müssen sie in Abständen systematisch wiederholt werden. Das trifft vor allem für solche Erscheinungen zu, die - z.B. wegen Interferenz der ersten Fremd- und Muttersprache – Schwierigkeiten bereiten. Die konzentrische Behandlung der Grammatik macht es notwendig, bestimmte grammatische Erscheinungen zu wiederholen. Systematisierungen vermitteln dem Lerner Überblicke über Teile des deutschen Sprachsystems. Sie können auch Beziehungen zwischen dem deutschen und englischen Sprachsystem verdeutlichen.

Grammatische Kenntnisse müssen in Form von Sätzen geprüft werden, die die Lerner zu bilden oder umzuformen haben. Das bedeutet, die Kontrolle muss sprachpraktisch erfolgen, es dürfen nicht etwa Paradigmen, Tabellen, Merksätze usw. gefordert werden. Grammatische Erscheinungen, die zur Verstehensgrammatik gehören, dürfen auch nur entsprechend geprüft werden, z.B. durch stilles Lesen mit anschließender Inhaltsangabe.

2. Europäische Interkomprehension

Interkomprehension (lat. Inter "zwischen", komprehension "Verstehen") bezeichnet die Fähigkeit, eine Sprache aufgrund von Kenntnissen in einer anderen Sprache zu verstehen. Dies findet normalerweise unbemerkt statt, kann aber auch trainiert werden. Europäische Interkomprehension ist die kultursensitive Ergänzung zum Englischen als Welthilfssprache. Mit Interkomprehension ist das partielle Verstehen von Sprachen gemeint. Der Begriff wird in Deutschland vorwiegend im Zusammenhang mit nahverwandten Sprachen verwendet.

Bei der europäischen Interkomprehension geht es um das Lese- und Hörverstehen der jeweiligen Zielsprachen. Lesekompetenz in einer L3 ist von den klassischen Kompetenzen am schnellsten zu erreichen. Beim Leseprozess lässt sich die Zeit zum Reflektieren anhalten. Man kann den Erschließungsprozess beim Lesen eines Textes selber kognitiv steuern. Lesen ist ein alltäglicher Vorgang, der visuelle sprachliche Eindrücke mit situativem, kontextuellem und außersprachlichem Wissen kombiniert. Die Lesekompetenz wird zum wichtigsten Einstieg in die rezeptive Kompetenz.

 

 

Wie bekannt lassen sich die vier Fertigkeiten doppelt gruppiert. Den beiden rezeptiven Fertigkeiten des Hörens und Lesens stehen die produktiven des Sprechens und Schreibens gegenüber, andererseits geht es einmal um gesprochene Sprache, einmal um geschriebene:

  rezeptive Sprachbearbeitung produktive Sprachverarbeitung
gesprochene Sprache Hören Sprechen
geschriebene Sprache Lesen Schreiben

Die interkomprehensive Erschließung von Texten einer noch nicht gelernten Sprache funktioniert aufgrund der optimalen Nutzung interlingualer Transferbasen lexikalischer und morphosyntaktischer Art innerhalb derselben Sprachfamilie, der sogenannten ‚sieben Siebe’ in der EuroCom-Methode. Diese Methode ermöglicht sofort Lese- und Hörverstehen in den ausgewählten meist verwandten Sprachen. Ihre bestehenden Sprachkenntnisse werden dabei als Ressourcen optimal genutzt:

  • Sie erschließen, was gemeint ist.
  • Sie erschließenWörter und Zusammenhänge.
  • Sie erschließendas Funktionieren der Zielsprache.

Nach Marx (2005:101ff) sollen die englisch-deutschen Kognaten (internationaler Wortschatz) den Studenten mit besseren englischen Kenntnissen beim Erschließen eines deutschen Textes helfen. Hierbei ist der bottom-up (aufsteigende oder datengeleitete) Prozess ausschlaggebend. Weiterhin sollen die Lernenden reflektieren, ob sie eine DaFnE-Lehrmethode erlebt haben, ob sie beim Lernen und Lesen der deutschen Texte Englisch miteinbezogen haben und ob die von Marx aufgestellten „Siebe“ (Überlegungen) zwischen Englisch (L2) und Deutsch (L3) ihnen behilflich waren. Die „Siebe“ beziehen sich beispielsweise auf die Aussprache, den pangermanischen und internationalen Wortschatz, phonetische Ähnlichkeiten, Lautentsprechungen, Graphem und Aussprache, Kernsatztypen, morphosyntaktische Elemente sowie Prä- und Suffixe bei der Wortbildung.

Demzufolge muss ein zu verstehender Text in einer neuen Sprache durch mehrere mentale Siebe verarbeitet werden, die das schon Bekannte herausfiltern und zu einem Textverstehen zusammenfügen. Diese sieben Siebe umfassen

1. Internationalismen: z.B. Musik, Konzert, Orchester, Theater, Freizeitpark, Trend, Mode usw.

2. Pangermanischen Wortschatz: Ähnlichkeiten im Wortschatz: auf Grund der Sprachverwandtschaft von Englisch (L2) und Deutsch (L3) gibt es mehr als 600 ähnliche Wörter, den sogenannten „gemeinsamen englisch-deutschen Wortschatz.

3. Lehnwörter: z.B. Jeans, Sport, Discount, Layout, Jogging, Fitness-Studio, Trainer usw.

4. Komposita: football - Fußball, homework - Hausaufgabe, weekend – Wochenende, schoolbus - Schulbus usw.

5. Präfixe: unfähig – unable, unglücklich - unhappy, und Suffixe: washable - waschbar. kraftvoll - powerful, hoffnungsvoll - hopeful

6. Wortschatzerschließung durch Wissensaktivierung.

7. Mehrsprachigkeitskonzept: Schon früh finden sich in einem Lehrwerk Texte mit bekannten Wörtern (z.B. sensationell, Athlet, Medaille), Strukturen oder Phänomenen, die in das Leseverstehen einführen und somit einen Zugang zur deutschen Sprache gewährleisten sollen. So sind z.B. schon im ersten Kapitel längere Texte zu finden, die die Anwendung interlingualer Strategien sowie die Auswahl notweniger Lesestrategien fördern.



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