ТОП 10:

Л.С. Сербина, Н.Л. Скакун, В.А. Степаненко,



Л.С. Сербина, Н.Л. Скакун, В.А. Степаненко,

Е.В. Алимпиева, Ю.Л. Терещенко

 

 

Учебно-методическое пособие

По немецкому языку

Вторая специальность. Второй год обучения

 

Витебск 2005

 

Министерство образования Республики Беларусь

Учреждение образования «Витебский государственный университет

им. П.М. Машерова»

 

Л.С. Сербина, Н.Л. Скакун, В.А. Степаненко,

Е.В. Алимпиева, Ю.Л. Терещенко

 

 

Учебно-методическое пособие

По немецкому языку

Вторая специальность. Второй год обучения

 

 

Витебск

Издательство УО «ВГУ им. П.М. Машерова»

УДК 803.0 (075.8)

ББК 81.432.4 – 923

У – 91

 

Печатается по решению научно-методического учреждения образования «Витебский государственный университет им. П.М. Машерова»

 

 

Авторы: преподаватели кафедры немецкого языка УО «ВГУ им. П.М. Машерова» Л.С. Сербина, Н.Л. Скакун, В.А. Степаненко, Е.В. Алимпиева, Ю.Л. Терещенко

 

Рецензент: старший преподаватель кафедры немецкого языка УО «ВГУ им. П.М. Машерова» Попкович В.А.

 

Л.С. Сербина, Н.Л. Скакун, В.А. Степаненко,

Е.В. Алимпиева, Ю.Л. Терещенко

«Учебно-методическое пособие по немецкому языку. Вторая специальность. Второй год обучения.»

Изд-во УО «ВГУ им. П.М. Машерова», 2005. –

 

 

Данное пособие предназначено для студентов, изучающих немецкий язык в качестве дополнительной специальности (второй год обучения). Оно включает следующие темы: «Человек: внешность, характер», «Посещение врача. Здоровый образ жизни», «Спорт», «Охрана природы и защита окружающей среды», «Искусство: театр, кино, музыка, изобразительное искусство». Материалы, содержащиеся в пособии, направлены на практическое овладение немецким языком.

 

Предисловие

 

Настоящее учебно-методическое пособие предназначено для студентов, изучающих немецкий язык в качестве второй специальности (второй год обучения).

Основная цель пособия – обеспечить студентов материалами, способствующими развитию и совершенствованию умений и навыков устной и письменной речи.

Структура пособия подчинена следующим темам:

1. «Человек: внешность, характер».

2. «Посещение врача. Здоровый образ жизни».

3. «Спорт».

4. «Охрана природы и защита окружающей среды».

5. «Искусство: театр, кино, музыка, изобразительное искусство».

 

Каждая тема включает в себя список наиболее употребительных лексических единиц; тексты, задания к темам и текстам, заимствованным из учебной, художественной и публицистической литературы; материалы для развития навыков диалогической и монологической речи; ряд фонетических, лексических и грамматических упражнений, направленных на практическое владение языком.

В каждую тему включен материал литературоведческого характера и страноведческого характера.

Этот материал может быть использован как в аудиторной, так и в самостоятельной работе студентов.

В пособии содержатся также задания на реферирование текста, на перевод с русского языка на немецкий и с немецкого на русский.

В конце тем даны задания, стимулирующие обмен мнениями, ведение дискуссии.

 

 

Авторы

 

Thema: „Äußeres und Charakter

des Menschen“

 

Kapitel I

 

Wortschatz zum Thema „Das Äußere des Menschen“

 

1. das Äußere: anziehend, ansprechend, schön, hübsch, abstoßend;

auf das Äußere halten, viel geben

nach dem Äußeren urteilen

dem Äußeren nach

ein reizendes Äußeres

dem Gesicht einen besonderen Reiz verliehen

 

2. die Haltung: gut, sicher, steif, aufrecht, militärisch, vornehm;

sich (D) eine gute Haltung angewöhnen

Er hat gute (schlechte) Körperhaltung.

 

3. der Wuchs: klein, groß, hoch, mittelgroß;

Er ist mittelgroß von Wuchs.

stattlich Er hat eine stattliche Figur.

zierlich Sie ist eine zierliche Erscheinung.

breitschultrig / schmalschultrig Er ist breitschultrig.

 

4. der Kopf: groß, rund, wohlgeformt;

mit bloßem Kopf

den Kopf beugen / drehen / neigen / hängen lassen

 

5. das Gesicht: schön, hübsch, blöd, anziehend, hässlich, geistvoll, klug, dumm, niedlich, breit, länglich, rot, blass, frisch, verweint, unfreundlich, oval, schmal, feingeschnitten, hager, aufgedunsen, runzlig, ausdrucksvoll, intelligent, sympathisch, hart

 

die Gesichtsfarbe: blühend, gesund, dunkel, fahl, kränklich, blass, frisch;

die Gesichtszüge: regelmäßig, unregelmäßig, grob, scharf, markant

der Gesichtsausdruck (die Miene): gut, ernst, freundlich, verschlossen, düster

eine saure Miene ziehen

er verzog keine Miene

 

6. die Falte: er hat Falten im Gesicht

die Stirn in Falten legen / ziehen

die Runzel: Runzeln im Gesicht, auf der Stirn.

 

7. die Stirn: hoch, offen, niedrig, breit, fliehend, schmal, gewölbt;

Schweißperlen standen ihm auf der Stirn

sich die Stirn wischen

das Haar aus der Stirn kämmen

die Stirn runzeln

 

8. die Nase: dick, groß, lang, stumpf, spitz, breit, krumm, gebogen, schmal, kurz, platt, fein, gerade;

die Stupsnase sich die Nase schneuzen / putzen / wischen

die Hakennase die Nase blutet ihm

die Adlernase

 

9. die Augen: blau, grau, braun, schwarz, graugrün, hellbraun, dunkelbraun, hellblau, mandelförmig, lebhaft, strahlend, glänzend, tiefliegend, hervorquellend, ausdruckslos, schlecht, schwach, trüb, verweint, entzündet, rot, weitsichtig, kurzsichtig;

die Augen öffnen / aufschlagen / senken

die Augen schließen / zumachen

mit bloßem Augen

die Augen offen halten

 

10. die Wangen: voll, dick, rund, frisch, rot, blass, eingefallen, glühend, errötet;

das Blut stieg ihr in die Wangen

das Kind hat Grübchen in den Wagen

 

11. die Ohren: gut, schlecht, taub, klein, groß, abstehend, anliegend, spitz

sich etw. hinter die Ohren schreiben

er sitzt auf den Ohren

kein Ohr für etw. haben

 

12. der Mund: klein, groß, schön, hässlich, breit, sinnlich;

den Mund auf dem rechten Fleck halten

 

13. das Kinn: glatt, spitz, energisch, rund, stumpf, hervorspringend, kräftig, breit;

glattrasiert

das Doppelkinn

 

14. der Bart: der Schnurrbart;

den Bart wachsen (rasieren, schneiden) lassen

 

15. die Haut: runzlig, zart, rein, fleckig, faltig;

er kam mit heiler Haut davon

er ist bloß Haut und Knochen

sich auf die faule Haut legen

 

16. das Haar: blond, dunkel, hell, gefärbt, grau, hellbraun, rot, rotblond, schwarz, schneeweiß, goldblond, pechschwarz, kastanienbraun, dicht, dünn, voll, glatt, kurz, struppig, zerzaust, weich, wellig, schlicht, lockig, krause;

das Haar wachsen (schneiden, wachen) lassen

vor Schreck standen ihm die Haare zu Berge

sein Leben hing an einem Haar

Ihre Haarfarbe ist nicht echt.

Sie hat Locken.

Sie hat von Natur aus lockiges Haar. Sie hat Naturlocken.

Sie hat eine Dauerwelle.

Sie hat lange Zöpfe.

Er hat Geheimratsecken.

die Glatze, eine Glatze bekommen, der Glatzkopf, glatzköpfig sein

 

17. der Hals: dick, fett, mager, kurz, lang, schlank, steif;

Hals über Kopf fliehen

Hals- und Beinbruch wünschen

 

18. der Arm: ausstrecken, brechen, verrenken, sinken lassen;

die Arme verschränken

Arm in Arm

unter dem Arm

 

19. die Hand: groß, klein, breit, schmal, fleischig, knochig, zart;

die Hände vor Freunde reiben

mit bloßen Händen

mit der Hand winken

 

20. das Bein: krumm, lang, schlank;

ein Bein brechen

j-n auf die Beine bringen

Was man nicht in dem Kopf hat, muss man in den Beinen haben.

 

21. der Fuss: groß, klein, breit, schmal;

mit bloßen Füssen

j-m auf den Fuss treten

 

22. die Augenbraue: buschig, spärlich, breit, schmal, fein gezeichnet, gewölbt;

Seine Augenbrauen sind über der Nasenwurzel zusammengewachsen

 

23. der Nagel, der Finger, die Zehe

24. das Alter: volljährig, minderjährig, gleichaltrig;

 

25. j-m ähnlich aussehen

j-m ähneln zum Verwechseln ähnlich sein

wie aus dem Gesicht geschnitten gleichen in (D.)

 

 

Übungen

 

I. Übersetzen Sie ins Russische. Beachten Sie die Bedeutung der neuen Wörter:

 

1. Meine Freundin hat scharfe Gesichtszüge. 2. Dieser Mann mit der niedrigen gewölbten Stirn gefällt mir nicht. 3. Das ist ein hübsches Kind, es hat sogar Grübchen in den Wagen. 4. Sie sagte es mir mit glänzenden Augen. 5. Meine Haare sind glatt und goldblond, ich will aber pechschwarzes lockiges Haar haben. 6. Nach der Krankheit sind ihre Augen entzündet und ausdruckslos. 7. Ihre neue Freundin hat eine Adlernase und sieht sehr komisch aus. 8. Seine Kennzeichen sind unregelmäßige grobe Gesichtszüge, tiefliegende dunkelbraune Augen, niedrige schmale Stirn, krumme Nase. 9. Er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten. 10. Seine Schwester hat zwei Kinder. Sie sind Zwillinge und sind zum Verwechseln ähnlich. 11. Die Ärzte haben diesen Kranken auf die Beine gebracht. 12. Diese Jungen sind gleichaltrig. 13. Vor Schreck standen ihm die Haare zu Berge. 14. Schreibe es dir hinter die Ohren. 15. Mein Vater hat einen Schnurrbart.

 

II. Sagen Sie anders, gebrauchen Sie dabei die unten angegebenen Wörter und Wortverbindungen:

 

1. Lenas Bruder hat breite Schulter. 2. Ihr Vater zog die Stirn in Falten. 3. Ich interessiere mich dafür nicht. 4. Er hat eine Glatze. 5. Sie hat von Natur aus lockiges Haar. 6. Der Enkel lief sehr schnell. 7. Sie ähnelt ihrer Mutter. 8. Er ist taub.

breitschultrig, die Stirn in Falten legen, Naturlocken haben, j-m ähnlich sein, Hals über Kopf fliehen, glatzköpfig sein, kein Ohr für etw. haben, auf den Ohren sitzen

 

III. Bilden Sie die Sätze aus folgenden Wörtern:

 

1. Herr B., fleckig, die Haut, haben.

2. der Student, Hals- und Beinbruch wünschen, die Mutter, vor, die Prüfung.

3. der Lehrer, neu, die Geheimratsecken, haben.

4. das Mädchen, abstehend, die Ohren, haben.

5. sollen, der Mann, zur Arbeit, kommen, glattrasiert.

6. vor Schreck, die Augen, schließen, deine Schwester.

7. die Krankheit, haben, nach, der Kranke, die Arme, knochig.

8. eine Tochter, sein, mittelgroß, von Wuchs, andere Tochter, klein.

9. es, gibt, die Augenfarbe, verschieden, blau, grau, braun, graugrün.

10. er, mit, das Gesicht, stehen, verweint.

 

IV. Gebrauchen Sie in einer Situation folgende Redewendungen:

 

- Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.

- Hals- und Beinbruch wünschen.

- Vier Augen sehen mehr als zwei.

 

V. Lesen Sie den Text. Beantworten Sie die Fragen zum Text:

 

Der Mensch

 

Sprechen wir über den Menschen! Zuerst nennen wir die Körperteile des Menschen. Der Mensch hat einen Kopf, einen Rumpf, Arme und Beine.

Der Kopf ist mit Haar bedeckt. Das Haar kann blond, braun, schwarz oder rot sein. Im Gesicht sehen wir die beiden Augen mit den Wimpern und den Augenbraunen. Die Augen können blau, grau oder braun sein. Die Augenlider verschließen die Augen. Mit den Augen sehen wir. Einige Menschen sehen schlecht, sie haben schwache Augen. Darum tragen sie eine Brille. Kurzsichtige sehen nur in der Nähe, weitsichtige dagegen nur in der Ferne (Weite). Einige Menschen sehen überhaupt nicht, sie sind blind. Blinde tragen eine dunkle Brille.

Durch die Nase atmen wir. Mit der Nase nehmen wir den Geruch wahr, wir riechen. Einige Leute sprechen durch die Nase, sie näseln.

Die beiden Lippen verschließen den Mund. Im Munde befinden sich die Zunge und die Zähne. Mit den Zähne beißen wir ab und zerkauen das Essen, und erst dann schlucken wir es hinunter. Mit der Zunge nehmen wir den Geschmack des Essens wahr. Die Zunge und die Lippen sind auch wichtige Sprechorgane.

Mit den Ohren hören wir. Manche Menschen hören schlecht, sie sind schwerhörig. Andere hören überhaupt nichts, sie sind taub. Ein taubes Kind kann nicht sprechen lernen. Es ist dann taubstumm.

Die Gesichtsfarbe kann frisch, rot oder blaß, dunkel, gelblich oder braun sein. Einige Menschen haben Grübchen in jeder Wange (Backe). Bei den Männern wachsen Haare im Gesicht: an den Wangen (der Backenbart), am Kinn (der Bart) und über der Oberlippe (der Schnurrbart). Jetzt trägt man selten einen Bart, darum müssen sich die Männer rasieren.

Der Hals verbindet den Kopf mit dem Rumpf. Die Vorderseite des Halses beißt die Kehle, die Hinterseite – der Nacken (das Genick).

Der Rumpf besteht aus der Brust, dem Rücken und dem Bauch. In der Brust befinden sich wichtige Organe: das Herz und die Lunge. Mit der Lunge atmen wir. Das Herz bewegt das Blut und es fließt durch den ganzen Körper. Im Bauch befinden sich der Magen, die Därme, die Leber und die Nieren.

Der Mensch hat zwei Arme und zwei Beine. Der Arm besteht aus dem Oberarm, dem Ellbogen, dem Unterarm und der Hand. Jede Hand hat fünf Finger. Jeder Finger hat seinen Namen, diese sind: der Daumen, der Zeigefinger, der Mittelfinger, der Ringfinger und der kleine Finger (der Kleinfinger). An den Fingerspitzen sitzen die Nägel. Man kann die Hand zusammenziehen, dann ist das eine Faust. Das Bein besteht aus dem Oberschenkel, dem Knie, dem Unterschenkel und dem Fuss. Der weiche Teil des Unterschenkels heißt die Wade. Teile des Fusses sind: die Ferse (die Hacke), die Sohle, der Spann und die fünf Zehen.

Das Skelett stützt die Weichteile des menschlichen Körpers und schützt wichtige Organe. Das Skelett besteht aus mehreren Knochen. Die Wirbel bilden die Wirbelsäule (das Rückgrat). Die Rippen bilden den Brustkorb und schützen die Lunge und das Herz. Die Haut bedeckt den ganzen Körper. Die Haut bei verschiedenen Völkern verschieden: weiß, schwarz, gelb und rot. Der Mensch hat fünf Sinne: er kann sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen.

 

Fragen und Übungen zum Text

 

1. Beantworten Sie die Fragen:

 

1. Nennen Sie die Körperteile des Menschen.

2. Wieviel Sinne hat der Mensch?

3. Haben auch Tiere Sinne?

4. Mit welchem Organ nehmen wir den Geschmack des Essens wahr?

5. Womit nehmen wir das Licht wahr? Was nehmen wir mit den Ohren wahr?

6. Welche inneren Organe befinden sich in der Brust?

7. Welche Organe befinden sich im Bauch?

8. Was schützen die Rippen?

9. Wie kann die Hautfarbe sein?

10. Welche Hautfarbe haben Europäer?

11. Haben alle Völker weiße Hautfarbe?

12. Welche Hautfarbe haben Neger? Und Indianer?

13. Wie nennen wir den Menschen, der schlecht hört?

14. Wie nennen wir den Menschen, der nur in der Nähe sieht?

15. Wie nennen wir den Menschen, der nur in der Ferne sieht?

16. Wer trägt eine Brille?

17. Tragen auch Blinde die Brille?

 

2. Schreiben Sie aus dem Text die unbekannten Wörter zum Thema „Das Äußere eines Menschen“:

3. Ergänzen Sie die Sätze:

1. Mit den Ohren … wir. die Zunge und die Zähne

2. Im Munde befinden sich … . hören

3. Den Geruch nehmen wir … wahr. das Herz und die Lunge

4. Wir beißen … ab. die Nägel

5. An den Fingerspitzen sind … . mit den Zähnen

6. An den Händen sind … und an den die Finger

Füssen sind … .

7. Das Skelett besteht aus … . die Zehen

8. Kurzsichtige Leute tragen … . der Hals

9. In der Brust befinden sich … . den Knochen

10. … verbindet den Kopf mit dem Rumpf. mit der Nase

 

4. Suchen Sie Äquivalente im Text:

 

Указательный палец, важные речевые органы, плохо слышащий, запах, дальнозоркий, разжевывать, глухонемой, гнусавить (говорить в нос), вкус еды, близорукий.

 

5. Geben Sie den Inhalt des Textes wieder:

VI. Übersetzen Sie ins Deutsche:

 

1. Твоя подруга элегантная и красивая. 2. Наша соседка привлекательная. У нее миндалевидные темно-карие глаза, густые брови, открытый лоб и волнистые каштановые волосы. 3. Наша знакомая много работает, но она всегда хорошо выглядит. 4. У нее бледное лицо, нежные, слабые руки и тонкие пальцы. 5. Близорукий человек видит только вблизи. 6. У этого студента тонкие черты лица. 7. Ее лицо недружелюбное, глупое и морщинистое. 8. Его приметы: глубоко посаженные глаза, впалые щеки, маленькие оттопыренные уши, двойной подбородок, короткая шея.

 

VII. Man sagt: „Der Mund ist der Spiegel der Seele“. Schauen Sie sich Ihren Nachbarn (Ihre Nachbarin) genau an. Sagen Sie dann, welche Form seine / ihre Lippen haben und was Sie über seinen / ihren Charakter sagen können:

 

1. Gleichmäßige Lippen: Wer einen so ebenmäßig geformten Mund hat, dem wird das Beste bescheinigt: Er / Sie ist allem Schönen, Kultivierten aufgeschlossen und hat ein intaktes Gemütsleben.

2. Schmale Oberlippe: Menschen mit schmaler Oberlippe stehen mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Zielstrebigkeit und Realitätssinn sind besonders ausgeprägt.

3. Vorgewölbte Oberlippen: Die so eine dominierte, leicht geschürzte Oberlippe verrät ein kompliziertes Seelen- und Liebesleben.

4. Kurze Oberlippe: Menschen mit auffallend kurzer Oberlippen haben oft Launen: heute fröhlich, morgen schon gereizt.

5. Breiter Mund: Fleiß, Ausdauer, Optimismus, Humor – diese Eigenschaften werden Menschen mit einem breiten Mund zugeschrieben. Sie stehen auf der Sonnenseite des Lebens.

6. Volle Lippen: So volle, kräftige Lippen lassen gleich auf mehrere Eigenschaften schließen: Geselligkeit, Mitteilungsbedürfnis, Loyalität und Hilfsbereitschaft.

7. Großer Mund: Die großen Lippen drücken ein starkes Gefühlsleben aus, Geniesertum und Überschwenglichkeit.

8. Positive Mundwinkel: Menschen mit nach oben gerichteten Mundwinkeln werden positive Lebenseinstellung, Selbstsicherkeit und gute Umgangsformen nachgesagt.

9. Ausgeprägte Unterlippe: Einen sinnlichen Erlebnisdrang haben nach Meinung der Wissenschaftler Menschen mit einer starken Unterlippe.

 

Kapitel II

 

Sie sehen, dass unser Äußeres eng mit unserem Charakter verbunden ist. Machen Sie sich mit der Wortschatzliste zum Thema „Charakterzüge eines Menschen“ bekannt.

 


gutmütig

böse

schadenfroh

freundlich

hilfsbereit

tüchtig

strebsam

fleißig

zielgerichtet

zielbewußt

faul

unentschlossen

willensschwach

willensstark

gleichgültig

träge

neidisch

barmherzig

grausam

klug

vernünftig

weise

ruhig

gereizt

hektisch

langweilig

gescheit

interessant

hochintelligent

leichtsinnig

aufdringlich

verlegen

bescheiden

schüchtern

glücklich

melancholisch

aufregend

spannend

faszinierend

tiefsinnig

trübselig

streng

seriös

ungeniert

zärtlich

phantasievoll

offenherzig

ehrlich

zynisch

falsch

verlogen

niederträchtig

gemein

hinterlistig

schlau

geduldsam

geduldig

tolerant

hysterisch

feige

energisch

kultiviert

grob

höflich

unwirsch

anständig

albern

jovial

leidenschaftlich

durchgängerisch

aufgängerisch

frech

naiv

hilflos

harmlos

mutig

ernst

arbeitsam

clever

witzig

traurig

lustig

selig

treu

treulos

artig

liebevoll

rechthaberisch

verschwenderisch

verantwortungsvoll

beherrscht

selbstlos

großzügig

attraktiv

anpassungsfähig

eifersüchtig

launisch

ängstlich

tapfer

friedlich

kontaktfreudig

aggressiv

rücksichtslos

argwöhnisch

vertrauenswert

vertraulich

kompliziert

einfach

einfältig

undurchschaubar

zuverlässig

scharfsinnig

selbständig

unpraktisch

unkalkulierbar

entgegenkommend

prahlerisch

selbstbewußt

spöttisch

verwegen

wachsam

begabt

eigenwillig

kleinlich

anmaßend

gesellig

pünktlich

humorvoll

zärtlich

einfühlsam

schlagfertig

leicht beeinflußbar

unerzogen

arrogant

hochnäsig

stumpfsinnig

schweigsam

liederlich

borniert

verschlossen

großspurig

egozentrisch

verwöhnt

nachtragend

oberflächlich

schwankend

zimperlich

hinterhältig

jähzornig

zänkisch

mißtrauisch

geizig

unzuverlässig

eitel

stur

unordentlich

zerstreut

schlampig

 

 


I. Suchen Sie in der Wortschatzliste Synonyme und Antonyme:

II. Verteilen Sie die Charakterzüge in positive und negative:

 

III. Übersetzen Sie ins Russische folgende Wortverbindungen:

 

sportlicher, dynamischer junger Mann, vielseitig interessiert, ausgeschlossen, diskussionsfähig;

aufgeschlossener Herr mittleren Alters, sehr unternehmungslustig geduldig; intelligenter junger Mann, ruhig, ausgeglichen, Stubenhocker;

jähzornige, aber sonst liebevolle junge Dame, musikalisch, tierlieb, melancholischer, freundlicher junger Mann, tolerant, intelligent, sympathisch;

gutsituiertes junges Mädchen, vielseitig interessiert;

ältere Dame, noch sehr agil und unternehmungslustig, ausgeglichen, diskussionsfreudig;

quirliges junges Mädchen, aufgeschlossen, weltoffen, sportlich;

gutmütiger, wohlsituierter Herr mittleren Alters, häuslich;

etwas egozentrischer junger Mann,

junge Dame, attraktiv, leidenschaftliche Briefmarkensammlerin;

junger offener Mann, ehrlich, kontaktfreudig;

Brillenträgerin, hübsch, nicht langweilig, schlank;

unverheiratete junge Frau, sehr energisch, unternehmungslustig;

alleinstehende Frau, liebevoll, still, häuslich, tolerant, sportlich;

hilfsbereiter, kluger junger Mann, leidenschaftlicher Fußballfan;

humorvolle ältere Dame, phantasievoll, energisch, keine Spaßverderberin;

berufstätiger, manchmal nervöser junger Mann;

zuverlässiger älterer Herr, ausdauernd, tolerant;

sehr anspruchsvolle junge Dame, oft verschwenderisch;

eine kontaktfähige, zuverlässige, sehr gebildete junge Dame

 

IV. Bilden Sie ähnliche Beispiele!

V. Merken Sie sich folgende Vergleiche:

 

dürr wie eine Spindel

fleißig wie eine Biene

flink wie ein Wiesel

fromm wie ein Lamm

glatt wie ein Aal

hart wie ein Stein

frisch wie der Tau

klar wie das Glas

lang wie eine Bohnenstange


kugelrund

bienenfleißig

bleischwer

nadelspitz

blutjung

erzdumm

hauchdünn

hundsgemein (sehr gemein)

kreuzbrav (von großer Bescheidenheit)

vogelfrei

kerzengerade

lammfromm

dickfellig

 

 

rosenrot, rosarot

pechschwarz

kornblumenblau

veilchenblau

flachsblond

rabenschwarz

schneeweiß

himmelblau

wachsbleich


 

VI. Übersetzen Sie ins Deutsche:

 

1. Этот мужественный, энергичный инженер, упорный и настойчивый, всегда добивается своей цели. 2. Твоя подруга элегантная, привлекательная, но она выглядит высокомерной. 3. Мой отец человек настроения. 4. Этот работник – замкнутый и неразговорчивый человек. 5. Этот мужчина не глуп, даже умен. 6. Но он слишком высокомерен, властен, самонадеян, самоуверен. 7. В некоторых ситуациях он груб, резок, зол, фальшив, лжив, бессовестен, циничен, завистлив, даже подл и страшен. 8. Этот человек хитер, истеричен, агрессивен, но смышленый и пробивной. 9. Я хотела бы подчеркнуть, что он хвастлив и жаден, а в некоторых случаях труслив. 10. Она интересный человек, но это не возможно увидеть, так как она слишком безразлична, слабовольна, нерешительна, беспомощна. 11. Она ведет домашнее хозяйство. С детьми на всегда нежна, добродушна, вежлива, спокойна и одновременно справедлива и строга.

 

VII. Möchten Sie wissen, zu welchem Menschentyp Sie gehören? Dann lesen Sie den folgenden Text und setzen Sie Endungen richtig ein:

 

Seit vielen Jahrhunderten unterscheidet man grundsätzlich vier Menschentypen. Der erste Typ – Choleriker ist ein (erregbar) Mensch. Aber er beruhigt sich genauso schnell. Und erst dann kann man ein (vernünftig) Wort mit ihm reden. Der zweite Typ – Sanguiniker ist ein (lebhaft) Mensch. Er führt ein (leicht) Leben. Er hat einen (lustig, liebenswürdig) Charakter. Man kann ihn auch als einen (hilfsbereit, nett) Menschen bezeichnen. Sein (wichtig) Grundsatz ist „leben und leben lassen“. In einer (schwierig, ernst) Situation findet er sich zurecht. Der dritte Typ – Melancholiker ist ein mit allen und allem (unzufrieden) Mensch. Er tut sich immer leid. Das Leben ist für ihn eine (schwer) Last. Er sieht immer zuerst das Negative. Er mißtraut einem (bekannt oder unbekannt) Menschen. Solcher Mensch braucht eine (herzlich, ehrlich) Freundschaft und Hilfe. Der vierte Typ – Phlegmatiker (ruhig) Leben schätzt er über alles. Er liebt keine (angenehm oder unangenehm) Überraschung. Im Leben gibt es aber keinen (rein) Menschentypen. Der Mensch ist oft eine (kompliziert) Mischung verschiedener Haupttypen. Jeder Typ hat seine (positiv und negativ) Seiten.

 

A n h a n g

 

„Ungleiche Ehe“

 

Kennst du das berühmte Gemälde von Pukirew „Ungleiche Ehe“? Nein? Schade! Das ist ein Bild, das auf die meisten einen sehr starken Eindruck macht. Stell dir vor: Ein Brautpaar. Er ein alter Mann, wahrscheinlich hoher Beamter, mit Ordensbändern und Sternen. Ein hochmütiges Gesicht, umrahmt von grauen Koteletten, ein grauer Schnurrbart. Spärliches, weißes Haar umgibt die Glatze. Rotumränderte, wässerige Augen mit Tränensäcken, herabhängende, faltige Wangen, sein mageres Gesicht verrät einen egoistischen und herrischen Charakter. Er steht kerzengerade, man sieht, wie er sich Mühe gibt, jünger auszusehen.

Daneben steht sie, ein reizendes, schlankes Mädchen mit blonden Locken, die in ihr auf den nackten Hals und die Schultern fallen. Sie trägt ein reiches Hochzeitskleid. Die Braut ist wahrscheinlich 50 Jahre jünger als der Bräutigam. Ebenmäßiges bleiches Gesicht, zarte, schwache Hände. In den dünnen Fingern zittert die Kerze. Die verweinten Augen sind gesenkt, die Lider sind noch ganz rot vom Weinen. Ihre ganze Gestalt drückt tiefe Trauer und Ergebenheit in ihr Schicksal aus.

Und im Hintergrund sieht man viele Gesichter: neugierig, schadenfroh oder gleichgültig sehen sie das Paar an. Aber rechts, dicht hinter der Braut, steht ein dunkelhaariger, hochgewachsener Mann mit gekreuzten Armen. Seine ausdrucksvoll, dunklen Augen blicken ernst und nachdenklich. Man sieht, dass das Schicksal der jungen Frau ihn tief berührt. Sicher weiß er, welche traurigen Umstände – Armut oder Ehrgeiz der Eltern – sie gezwungen haben, den Alten zu heiraten. Der junge Mann steht da wie ein Ankläger, er klagt die Gesellschaft an, in der die Frau rechtlos war und die Ehe zu einem Geschäft wurde.

Du sollst unbedingt bei der ersten besten Gelegenheit die Tretjakow-Galerie besuchen und dir das Bild ansehen. Den Eindruck von diesem Bild vergißt du nie.

 

Der Freiherr von Stein

 

Gegen Ende August des Jahres 1812 stand ich vor dem berühmten Minister. Ich sah einen Mann vor mir, gedrungen, mittleren Wuchses, schon mit ergrauendem Haar und etwas vorüber geneigt, mit leuchtenden Augen und freundlicher Gebärde. Der Leib war stark, mit breiten Schultern, Beine und Schenkel wohlgerundet, alles zugleich stark und fein, wie von altem Geschlecht. Auf diesem Leibe ruhte ein staatliches Haupt mit einer breiten, eher zurückgeschlagenen Stirn, einer mächtigen Adlernase und einem fein geschlossenen Mund. Fast immer trat er den Menschen mit sehr freundlichem Ernst entgegen; aber seine Gebärde erfüllte doch die meisten mit Scheu und Verlegenheit. Er war durch Gott ein Mensch des Sturmwindes, der reinfegen und niederstürzen sollte; aber Gott der Herr hatte in den trauen, tapferen, frommen Mann auch lieblichen Sonnenschein und fruchtbaren Regen für die Welt und für sein Volk gelegt. „Gradaus und graddurch!“ – war sein Wahlspruch. Mut und Wahrheit fanden immer die rechte Stellung und die rechte Rede. Diese hätten nimmer willkürlich wechseln können.

 

Meine Mutter

 

… Die Mutter, Herrscherin in dieser klein Welt, gerötet von der Hitze des Herdes, lachend und essend, strahlte Gemütlichkeit und häuslichen Frieden aus. Ihr derber, humoriger Wirklichkeitssinn war durch nichts ins Wanken zu bringen, ihre Frömmigkeit genauso aufs Praktische gerichtet wie ihr hausfrauliches Wirken; gegen Empfindelei war sie gefeit. Ihr Mutterwitz wurde rasch mit allem fertig, was für andere Frauen zu langen Erörterungen, zu Gejammer und Geseufze zu führen pflegte. Gewitterhafte Spannungen kamen in ihrem Urkreis nicht auf; es blitzte und donnerte, sobald es die Atmosphäre verlangte, aber dann schien auch gleich wieder die Sonne. Ihre Tüchtigkeit in allen Fragen des praktischen Lebens, ihre nie erlahmende Arbeitskraft, ihr Sinn für das augenblicklich Notwendige bewahrten sie davor, sich mit privaten Gefühlen zu befassen oder gar Träumen nachzuhängen. Ihr fehlte jeder Anflug von Eitelkeit; sich sauber zu kleiden war ihr selbstverständlich, aber sie verwandte auf Fragen der Hut- und Kleidermode keinen Augenblick ihrer von früh bis abends mit Arbeit ausgefüllten Zeit. Auf dem Grunde ihres resoluten Wesens lag ein Fond von tätiger Liebe, ihr Herz war ebenso tapfer wie gut. Kein Bettler ging unbeschenkt von ihrer Tür, und als ich sie einmal darauf aufmerksam machte, sie habe diesmal einen richtigen Schnapsbruder da gehabt, man rieche jetzt noch den Fuseldunst, versicherte sie, auch Schnapsbrüder brauchten ein paar Kreuzer, wie sollten sie sonst ihren Rausch zusammenbringen? Wir entdeckten eines Tages jene Zinken neben der Haustür, von denen Handwerksburschen und Landstreicher abzulesen verstehn, ob hier etwas zu holen sei; sie verbot uns, die Zeichen zu entfernen, der Bettler gehörte noch als eigener Stand in ihre Vorstellung einer geordneten Welt. Hart und unnachgiebig war sie nur, wenn es um Dinge des kirchlichen Lebens ging; sie nahm sie genauer als der Vater, vielleicht gerade deshalb, weil ihr nicht seine tiefe Frömmigkeit verliehen war, die das Himmelreich nicht jenseits der Wolken suchte, sondern in sich selber fand.

 

Wortschatz zu den Texten

 


gedrungen – коренастый, приземистый

ergrauendes Haar – седеющие волосы

die Gebärde, -, -n (veraltet) – жест

der Leib, -(e)s, -er (veraltet) = der Körper, -s, -

der Schenkel, -s, - бедро

wohlgerundet – приятной полноты

zurückgeschlagene Stirn – покатый лоб

mächtige Adlernase – мощный орлиный нос

fein geschlossener Mund – изящно сомкнутый рот

fromm – благочестивый, набожный

der Wahlspruch, -(e)s, -sprüche – девиз

erhaben – благородный, возвышенный

verscheuchen (-te, -t) – неотд. прогонять, разгонять

die Befangenheit, - смущение, замешательство

beisammen sitzen – сидеть друг возле друга

sich nicht sattsehen (an D.) – не насмотреться (на кого-либо)

ein Gesicht voller Falten – лицо в морщинах

die Biederkeit, - честность, порядочность

bejahrt – пожилой

j-m ansehen, daß … видно по кому-либо, что …

erhaben sein (über A.) – быть выше (ч.-л.), не обращать внимания (на ч.-л.)

über Lob und Tadel – выше похвалы и порицания

etw. im Sinne haben – помышлять о чем-либо

Gemütlichkeit ausstrahlen – излучать добродушие

etw. ins Wanken bringen – пошатнуть, поколебать что-либо

gegen etw. gefeit sein – быть застрахованным от чего-либо

Träumen nachhängen – предаваться мечтам

Anflug von Eitelkeit – налет (порыв) тщеславия

die Zinke, -, -n – зубец; зд. Метка

unnachgiebig – неуступчивый


Mozarts Eltern

 

Mozarts Mutter war eine warmherzige, sehr humorvolle Frau aus gutbürgerlichen Verhältnissen, die allerdings schon in jungen Jahren ihren Vater verloren hatte und, ebenso wie Leopold Mozarts, mit keinerlei Glücksgütern ausgestattet war. Alles, was sich die Mozarts erwarben, haben sie sich selbst erarbeitet. Ihr ganzer Lebensstil war Ausdruck individueller Persönlichkeit und weitgespannter geistiger Interessen.

Leopold Mozart war außerordentlich belesen, kannte sehr gut die zeitgenössische Literatur, las historische und politische Werke und war offensichtlich gut informiert über die Tagespolitik. Er war sprachgewandt und lernte Italienisch, Französisch und ein bißchen Englisch; Latein war ihm aus der Schule geläufig. Das Wichtigste war freilich, daß er nicht wahllos allerlei Wissenswertes in sich hineinfraß, sondern alles, was um ihn herum geschah, und was er vor die Augen bekam, mit seinem kritischen Verstand durchdeklinierte, prüfte und sich ein eigenes wohldurchdachtes Urteil erarbeitete. Sein Umgang in Salzburg war ein sehr ausgesuchter, weder durch Beruf noch Standesschranken geprägt, und dennoch muß man vermuten, daß er nur wenige ihm gewachsene Gesprächspartner fand.

Seine Begabung, gepaart mit Witz und Humor, seine Beobachtungsgabe machten aus ihm einen Erzähler von Rang, der sich besonders in seinen Briefen ausbreitet. Er hatte nicht nur vielseitige Interessen, sondern auch sehr verschiedenartige Begabungen und war ein ungewöhnlicher Mann.

Er war ein Mann der offenen Worte und ging Konflikten nicht aus dem Weg. Wolfgang Mozart hat je nie eine Schule besucht, alles hat ihm sein Vater Leopold Mozart beigebracht. Unbestritten verfügte Leopold Mozart über große pädagogische Fähigkeiten. Er war kein Stubengelehrter, der alles für sich behielt, sondern ein Mann von großem Mitteilungsbedürfnis, gesprächig, er ließ andere teilhaben an seinen Beobachtungen, seiner Lektüre, seinen Gedanken.

Er wollte aus seinen Kindern, die sehr musikalisch begabt waren, nicht nur hervorragende Musiker machen, sondern ihnen auch möglichst viel von seiner intellektuellen Weltsicht mitgeben. Die dafür nötigen Kenntnisse mußten die Kinder nicht büffeln oder auswendig lernen, sondern sei erschlossen sich ihnen durch teilnehmende Aneignung, gewecktes Interesse, präsente Anregung. Der Unterricht bestand darin, daß Leopold Mozart den Kindern half, die Antworten zu finden, sie mußten nicht zum Üben angehalten werden, sondern suchten selbst das Klavier.

 

Wortschatz zum Text

 

warmherzig – сердечный

die Verhältnisse (pl.) – условия, обстоятельства, обстановка

aus gutbürgerlichen Verhältnissen – из хорошо обеспеченной бюргерской семьи

ausgestattet sein (mit D.) – быть наделенным (чем-либо)

sich erwerben (a, o) – приобретать, достигать

der Lebensstil, -s, -e – уклад жизни

weitergespannte geistige Interessen – обширные духовные запросы

belesen – начитанный

zeitgenössische Literatur – современная литература

sprachgewandt – хорошо владеющий языком, обладающий даром речи

geläufig – привычный, известный

wahllos – без разбора

ein wohl durchdachtes Urteil – хорошо продуманное суждение, мнение

ein ausgesuchter Umgang – изысканный круг общения

weder … noch … - ни … ни …

vermuten (-te, -t) – предполагать

gepaart – соединенный

die Beobachtungsgabe – наблюдательность

ein Erzähler von Rang – рассказчик с именем, знаменитый рассказчик

Konflikten aus dem Weg gehen – избегать конфликтов

j-m etw. beibringen – научить кого-либо чему-либо

der Stubengelehrte – субст. прич. кабинетный ученый

etw. für sich behalten – оставлять что-либо за собой, умалчивать о чем-либо

ein Mann von großem Mitteilungsbedürfnis – человек с большим желанием высказаться

gesprächig – разговорчивый, словоохотный

j-n teilhaben lassen (an D.) – позволять кому-либо участвовать (в чем-либо)

die Weltsicht, - понимание мира, взгляд на мир

büffeln = pauken

gewecktes Interesse – живой интерес

präsent – присутствующий, имеющийся налицо

 

Lesen Sie die Aussagen! Steht das im Text? Markieren Sie die richtige Ausgabe:

 

Zeile 1-6:

1) Mozarts Mutter kam aus einer adligen Familie.

2) Sie war eine kühle, zurückhaltende Dame von Welt.

3) Sie ist elternlos aufgewachsen.

4) Sie war nicht sehr wohlhabend.

 

Zeile 7-11:

1) Mozarts Eltern verkehrten in Akademikerkreisen.

2) Mozarts Vater Leopold interessierte sich für Geschichte und Politik.

3) Er sprach vier Sprachen fließend.

4) Er las viel und kannte sich in der Tagespolitik gut aus.

 

Zeile 11-18:

1) Leopold Mozart hinterfragte Gelesenes kritisch.

2) Er arbeitete lange an seiner Doktorarbeit.

3) In Salzburg bewegte er sich nur innerhalb seines Berufsstandes.

4) Er hatte in Salzburg Kontakt zu jedermann.

 

Zeile 19-23:

1) Leopold Mozart war ein außerordentlich begabter Erzähler.

2) Seine Briefe sind weltweit bekannt geworden.

3) Er tanzte auf vielen Hochzeiten.

4) Seine musikalische Begabung war einzigartig.

 

Zeile 24-30:

1) Wolfgang A. Mozart war Autodidakt.

2) Leopold Mozart war ein Theoretiker, der wenig diskutierte.

3) Leopold Mozart war ein fähiger Pädagoge.

4) Wolfgang A. Mozart ging auf eine Privatschule.

 

Zeile 31-39:

1) Die Mozartkinder gingen durch eine harte, strenge Schule.

2) Leopold Mozart gab seinen Kindern nicht nur Wissen, sonder auch eine besondere Sicht von der Welt.

3) Die Kinder mußten täglich mehrere Stunden Klavier üben.

4) Die Kinder waren nicht sonderlich musikalisch begabt. Erst das klug durchdachte Lernprogramm des Vaters ließ beide Kinder zu außergewöhnlichen Musikern werden.

 

Mein Traumfreund

Gibt es solche Freunde?

 

Mein Freund heißt N. Seine sportliche Figur fällt auf, denn er ist groß, breitschultrig und schlank. Er hat schönes braunes und dichtes Haar, dunkle leuchtende Augen, eine gerade Nase, eine hohe Stirn, und er sieht einen freundlich an.

Seit 10 Jahren lernen wir zusammen und wohnen in einem Haus.

Seine Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit imponierten mir schon immer, aber im besonderen seine Zuverlässigkeit.

Jedem fällt gleich seine Ordnungsliebe auf. seine Kleidung ist stets sauber und in Ordnung. Seine Schulsachen sind auch in gutem Zustand.

Im Unterricht ist er stets aufmerksam und läßt sich durch nichts ablenken. Kein Wort des Lehrers, besonders bei den Erklärungen des neuen Lehrstoffes, geht ihm verloren.

Mein Freund ist noch dazu sehr lustig, lebendig, kein Spaßverderber. Beim Spielen ist er erfinderisch, beim Schwimmen ist er der erste, weil er gut trainiert ist.

Er macht nichts oberflächlich oder hastig, so irgendwie. Alles macht er genau, mit Fleiß und Ausdauer.

Er ist nicht überheblich, keine Spur davon.

Wir verstehen uns auch gut, unternehmen viel Gemeinsames. Er ist fast immer gut gelaunt und voller Phantasie. Wißbegierig ist er auch, er liest viel und gern, man kann sich mit ihm gut über die gelesenen Bücher unterhalten.

Da er eine Vorliebe für Mathematik hat, ist sie auch sein Hobby in der Freizeit.

Mein Freund findet für jeden ein gutes Wort. Für viele ist er ein Vorbild, in der Klasse, d.h. unter uns hat er Autorität.

Mein Freund ist auch ein vielseitiger Helfer im Haus und im Garten. Er kann Rosen und Obstbäume beschneiden. Türschlösser in Ordnung bringen, elektrische Leitungen und Geräte reparieren. Türen und Fensterrahmen lackieren, Fensterscheiben einsetzen, kleinere Arbeiten am Auto verrichten, hat er sich im Keller eine Art Werkstatt eingerichtet. Da hat er einen Werkzeugschrank mit verschiedenen Instrumenten.

Natürlich ist es noch nicht bei weitem alles, was ich über meinen Freund erzählen möchte.

 

Wortschatz zum Text

 

auffallen (ie, a) – отд. бросаться в глаза

imponieren – импонировать, внушать уважение

sich durch nichts ablenken lassen – не позволять себе отвлекаться (от чего-л.)

kein Wort geht j-m verloren – кто-л. не упускает (не пропускает) ни одного слова (кого-л.)

kein Spaßverderber sein – не быть занудой, портящим удовольствие другим; компанейский, общительный

erfinderisch – изобретательный

etw. mit Fleiß und Ausdauer machen – делать что-либо с приложением и упорством

eine Vorliebe (für A.) haben – иметь пристрастие (к чему-либо)

das Türschloß, -sses, -schlösser – дверной замок

Fensterscheiben einsetzen – вставлять оконные стекла

den Wasserhahn abdichten – ставить прокладку в водопроводный кран

 

 

Thema: Gesundheit

 

Wortschatz zum Thema „Gesundheit“

 

der Internist, -en, -en – терапевт

der Therapeut, -en, -en – терапевт

der Kinderarzt, -es, Ärzte – детский врач / педиатр

der Chirurg, -en, - en – хирург

der HNO-Artz, (der Hals-Nasen-Ohren-Arzt) -es, Ärzte – Лор-врач

der Augenarzt, -es, -Ärzte – окулист

der Chefarzt, -es, Ärzte – главврач

der Zahnarzt, -es, Ärzte -- стоматолог / зубной врач

der Bereichsarzt, -es, Ärzte – участковый врач

der Urologe, -en, -en – уролог

die Krankenschwester, -, -n – медицинская сестра

die Sprechstundenhilfe, -, -n – медсестра на приеме

die Krankenpflegerin, -, -- санитарка

das Krankenhaus, -es, die Krankenhäuser -- больница

die Zahnklinik, -, -en – стоматологическая клиника

die Rettungsstation (stelle) , -, -en – станция скорой помощи

der Notdienst, -es, - e – станция скорой помощи

 

Die Krnakheiten – болезни

die Aids – СПИД

die HIV-Infektion – ВИЧ-инфекция

die Angina – ангина

die Halsentzündung, -, en – ангина

der Herzanfall, -(e)s, - anfälle – сердечный приступ

die Grippe – грипп

der Katarr der oberen Luftwege – катар верхних дыхательных путей

der Bluthochdruck – гипертония

die Erkältung – простуда

die Lungenentzündung – воспаление легких

die Windpocken –ветрянка

die Masern – корь

an Masern liegen – лежать с корью

akute Respirationskrankheit – ОРЗ

die Pest – чума

die Cholera – холера

die Gastritis – гастрит

der Bruch, -(e)s, - Brüche – перелом

die Verrenkung –en – вывих

der Stoß –es, Stöße – ушиб

die Verletzung, -, -en – ушиб

die Vergiftung -, -en – отравление

das Rheuma – ревматизм

der Mumps, -, - --свинка, паротит

die Bronchitis – бронхит

die Blinddarmentzündung – аппендицит

 

Beim Arzt

klagen über (Akk.) – жаловаться на что-либо

Beschwerden haben – иметь жалобы

Was für Beschwerden haben Sie? – Что Вас беспокоит?

Was fehlt Ihnen? – Что у Вас болит?

Welche Beschwerden haben Sie? – На что жалуетесь?

sich melden in der Aufnahme – обратиться в регистратуру

in die Sprechstunde von Dr. N. kommen – идти на прием к …

sich anmelden bei j-m – записаться на прием к врачу

Er meldete sich bei Intermisten an – Он записался к терапевту

krank sein – болеть

leiden (litt, gelitten) an (D.) – страдать

Er leidet an Kopfschmerzen – Он страдает головными болями

krank werden – заболевать чем-либо

erkrankt sein an (D.) – заболевать чем-либо

die Krankheit, -en -- болезни

eine böse Krankheit – тяжелая болезнь

eine Krankheit durchmachen, überstehen – перенести болезнь

der Kranke, -n, -n – больной

der Schmerz , -es, -en – боль

die Zahnschmerzen – зубная боль

Ich habe Schmerzen im Bauch У меня болит живот (боли в груди, в

(in der Brust, am Herzen, im Arm) – области сердца, болит рука)

ständige, heftige, ziehende Schmerzen – постоянные, сильные, ноющие боли

es tut mir weh – мне больно

mir tut der Kopf weh – У меня болит голова

das Schlucken tut mir weh – Мне больно глотать

Mir schmerzt der Fuß – У меня болит нога

j-n mit etw. anstecken – заразить кого-либо чем-либо

Sie hat uns mit Masern angesteckt – Она заразила нас корью

Ich habe mich mit (einer) der Grippe angesteckt – Я заразилась гриппом

der Ausbruch der Grippe – вспышка гриппа

Eine Grippe muss man ausliegen – грипп нельзя переносить на ногах

Es reißt mir in allen Gliedern – У меня все кости ломит

anfällig sein für Akk. – быть восприимчивым к чему-либо

empfindlich sein für Akk. – быть восприимчивым к чему-либо

Er ist empfindlich für Angina – Он восприимчив к ангине

Mich kratzt im Hals – У меня першит в горле

Ich bin heiser – Я охрип

niesen – чихать

der Husten – кашель

husten – кашлять

der Hals, -es, -Hälse – горло

gurgeln – полоскать

Ich gurgle mich mit Salbeitee – Я полощу горло настоем шалфея

Er hat eine verstopfte Nase – У него заложен нос

Ich bin gegen Zugwind empfindlich – Я боюсь сквозняков (Я восприимчива к сквознякам)

Der Husten plagt mich – Меня мучает кашель

der Schnupfen – насморк

sich (D.) einen Schnupfen holen – подхватить насморк

Ich habe mir einen Schnupfen (eine Erkältung, die Grippe) geholt – Я подхватил насморк (простуду, грипп)

erkältet sein – быть простывшим

sich erkälten – простыть

eine Erkältung haben – иметь простуду

sich (D.) eine Erkältung zuziehen (bekommen, kriegen, holen) – подхватить простуду

das Fieber – температура

Er hat hohes (leichtes) Fieber – У него высокая (низкая) температура

Er hat hohes Fieber bekommen – У него появилась высокая температура

Das Fieber fällt, steigt – температура падает, поднимается

Das Fieber ist weg – Жар прошел

Mir ist übel – Мне плохо

Ich fühle Schwindel – У меня кружится голова

der Zustand, -(e)s, - Zustände – состояние

der Gesundheitszustand – состояние здоровья

Es fröstelt mich – Меня знобит

Ich habe Schüttelfrost – У меня озноб, меня знобит

sich fühlen – чувствовать себя

sich wohl (unwohl) fühlen – чувствовать себя хорошо (плохо)

die Besinnung – сознание

die Besinnung verlieren – потерять сознание

bewusstlos sein – быть без сознания

die Ohnmacht -, -en – обморок

in Ohnmacht fallen (s) – упасть в обморок

das Durchleuchten –s, -- рентген

sich röntgen lassen – делать рентген

Ich lasse mir Lungen röntgen – Мне делают рентген легких

Sie sollen eine Röntgenaufnahme machen lassen! – Вам нужно сделать рентгеновский снимок!

Ich ließ eine Röntgenaufnahme machen – Мне сделали рентген

sich gründlich untersuchen lassen – пройти тщательное обследование

ein EKG aufnehmen – сделать ЭКГ

Ist ein EKG aufgenommen worden? – Делали ЭКГ?

ein EKG machen lassen – сделать ЭКГ

Sie sollen ein EKG machen lassen – Вы должны сделать ЭКГ

heilen – лечить (вылечивать)
behandeln – лечить (длительно)

kurieren – лечить болезнь

zur Kur sein – находиться на лечении

eine Anweisung zur Blutprobe = Eine Anweisung für die Blutanalyse – направление на анализ крови

einen Bluttest machen, vornehmen -- делать анализ крови

der Analysebefund –(e)s, - e – данные анализа

Die Werte waren gut – Анализ быть хорошим

die Anweisung zu D. geben – дать направление на …

den Arzt ins Haus bestellen (holen, rufen) – вызвать врача на дом

die Vorbeugung – профилактика

vorbeugen (D.) – предупредить

Vorbeugen ist besser als heilen – Болезнь легче предупредить, чем лечить

 

Lexikalisch-grammatische Übungen

 

1. Verwenden Sie die eingeklammerten Konjunktionen statt der gegebenen, beachten Sie dabei die Wortstellung:

1. Die Studenten haben einige Monate Deutsch gelernt, und sie beherrschen jetzt die wichtigsten Regeln der Grammatik. (deshalb)

2. Felix bestand die Prüfung, weil er glänzende Fähigkeiten besaß (denn).

3. Unsere Gruppe hat mit Eifer an der Sprache gearbeitet, und wir haben viel geleistet (darum).

4. Peter treibt viel Sport, aber die Eltern sind mit ihm unzufrieden (deswegen)

5. Nach dem Krieg hatten wir unsere Städte wiederhergestellt, und wir begannen neue Städte anzulegen (dann)

6. Meine Freundin studiert eifrig Deutsch und sie hat die Absicht Lehrerin zu werden (denn)

 

2. Verbinden Sie die folgenden Sätze durch die untenstehenden Konjunktionen:

1. Er hat eine schwere Operation durchgemacht. Er muss Diät halten.

2. Der Arzt hat ihm eine Arznei verschrieben. Er geht bald in die Apotheke, um sie zu holen.

3. Der Arzt hat dem Kranken einen Krankenschein ausgestellt. Der Kranke geht zur Arbeit.

4. Doktor Simin behandelt seinen Patienten schon lange. Der Kranke hat immer noch hohes Fieber.

5. Der Patient befolgt alle Verordnungen des Arztes. Er wird bald genesen.

6. Der Kranke ist nicht mehr krank. Er ist sehr schwach.

7. Der Patient fühlt sich gut. Der Arzt kann ihn gesund schreiben.

8. Er geht in die Poliklinik. Dr. Schulz hat heute seine Sprechstunde.







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