Die grammatischen Kategorien der Satzebene.



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Die grammatischen Kategorien der Satzebene.



In der Syntax wie in der Morphologie haben wir es mit grammatischen Formen und mit grammatischen Bedeutungen zu tun, die sich systemhaft ordnen lassen und in einem Oppositionsverhältnis zueinander stehen. Die grammatischen Kategorien, die sich aus diesen Oppositionsverhältnissen erschließen lassen, sind ungleichartig und liegen auf verschiedenen Ebenen.

Vor allem ist der Satz selbst, als grammatische Abstraktion gefaßt, eine grammatische Kategorie. Als Ganzheit einer bestimmten Ebene steht der Satz den Einheiten anderer Ebenen, vor allem dem Wort gegenüber, woraus sich folgende Opposition ergibt:

Wort — Satz

Grundeinheit der SpracheGrundeinheit der Rede

nomlnative Einheit - kommunikative Einheit

Jedem Satz ist die grammatische Kategorie der Prädikativitat eigen. Sie ist unlöslich mit dem

Wesen des Satzes verbunden und satzprägend. Die Kategorie der Pradikativität ergibt sich, wie oben gezeigt wurde, der Zusammenwirkung der Oppositionen:

l) Reel!Irreel — eine modale Charakteristik entbehrende

2) zeitbezogeneine zeitliche Charakteristik entbehrend',

3) auf eine Person bezogen — einen Bezug auf die Person entbehrend.

Das universellste Ausgestaltungsmittel des Satzes als Ganzstruktur Ist die Stimmführung. Bei Einwortsätzen ist die Stimmführung das einzige Ausgestaltungsmittel des Satzes:

Auch bei der Ausgestaltung von zweigliedrigen Sätzen spielt die Stimmführung eine sehr große Rolle. Die fallende Tonführung kennzeichnet den Aussagesatz und den Aufforderungssatz.

Die steigende Tonführung kennzeichnet den Fragesatz.

Die fallende und die steigende Tonführung stehen in Opposition zur weiterweisenden (progredienten) Tonführung. Letztere ist dadurch gekennzeichnet, daß die Stimme in derselben Höhe schwebt, bis sie ausklingt, oder sogar etwas ansteigt, was den Eindruck der Nichtabgeschlossenheit des Gesagten hervorruft.

 

VORLESUNG 6

Einfacher Satz

 

  1. Klassifikation der Sätze
  2. Die Modellierung des einfachen Satzes
  3. Die kommunikative Gliederung des Satzes
  4. Die Wortstellung im Satz

 

  1. Klassifikation der Sätze.

Die Hauptmerkmale des deutschen Satzes sind:

a) Der typische deutsche Satz ist zweigliedrig. Die Z w e i g l i e d r i gk e i t äußert sich darin, daß der Satz sich aus zwei Hauptgliedern zusammensetzt — dem Subjekt und dem Prädikat. Die Beziehung zwischen ihnen, das sog. Subjekt-Prädikat-Verhältni s genannt, macht den Kern des Satzes aus.

baq) Der verbale Charakter ist jedem typischen Satz eigen. Die verblosen Sätze stellen eine Abweichung vom typischen Satz dar. In einem zusammengesetzten (komplexen) Satz wiederholen sich diese Eigenschaften im Rahmen eines jeden Teilsatzes. An der Satzgestaltung nehmen alle sprachlichen Mittel teil: lexikalische, morphologische, syntaktische und phonetische (—- phonische). Der Satz ist der Bereich, wo alle sprachlichen „Fäden" zusammenlaufen, um eine sinnvolle Äußerung zustandezubringen.

 

Arten der Sätze nach der Redeabsicht

Jede sprachliche Äußerung beabsichtigt eine gewisse Wirkung zu erzielen. Je nach der Redeabsicht unterscheidet man: a) Aussagesätze. Die Redeabsicht besteht in der Mitteilung einer Information:

Der Dichter der „Internationale" war Eugene Pöttler.

b) Fragesätze. Die Redeabsicht besteht im Erfragen einer fehlenden Information:

Wer war Eugene Pottier? — Der französische Kommunarde.

c) Befehlssätze (Aufforderungssätze, Heischesätze). Die Redeabsicht besteht im Bestreben, den Menschen zu einer Handlung zu bewegen:

Singt die Internationale!

Jede der angeführten Satzarten kann positive oder negative Form haben, in einem einfachen oder komplexen Satz ihren Ausdruck finden.

 

Positive und negative Sätze

Jeder Satz kann positive oder negative Form haben. Ausnahmen bilden Sätze, die aus Interjektionen bestehen oder Anreden sind, sowie einige idiomatische Sätze Die positive Form ist die Grundform jeder Aussage, sie bedarf in der Regel keiner besonderen Ausdrucksmittel. Nur in den Antwort-Sätzen sind spezielle bejahende Wörter notwendig: Ja. Jawohl.

Den negativen Satz betrachten wir als Variante des positiven Satzes. Zum Ausdruck der Verneinung verfügt die Sprache über ein ganzes System von Mitteln, deren Gesamtheit das funktionale Feld der Verneinung bildet.

 



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